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Mord in Esch: Es bleibt bei lebenslänglich
Am 7. Januar 2015 schoss ein Mann in Esch/Alzette sechs Mal auf seine getrennt lebende Ehefrau.

Mord in Esch: Es bleibt bei lebenslänglich

Foto: Pierre Matge
Am 7. Januar 2015 schoss ein Mann in Esch/Alzette sechs Mal auf seine getrennt lebende Ehefrau.
Lokales 12.02.2019

Mord in Esch: Es bleibt bei lebenslänglich

Jamek M. wollte in zweiter Instanz ein milderes Urteil für den kaltblütigen Mord an seiner Ehefrau. Doch die Richter sahen das anders.

(str/SH) - Es war ein von langer Hand geplanter Mord an der eigenen Ehefrau und der Täter soll deswegen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden. Zu dieser Schlussfolgerung kam gestern das Berufungsgericht und bestätigte somit das Urteil aus erster Instanz.


Abschiedsgruß eines Uneinsichtigen
Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag lebenslangen Freiheitsentzug für einen 59-jährigen Mann gefordert, der am 7. Januar 2015 seine 48-jährige Frau erschossen hatte.

Mit sechs Pistolenschüssen hatte Jamek M. am 7. Januar 2015 seine von ihm getrennt lebende Ehefrau in einem Escher Hinterhof regelrecht hingerichtet. Davon war die hauptstädtische Kriminalkammer überzeugt und verurteilte den 59-Jährigen im Juni 2018 wegen vorsätzlichen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe.

Die Richter hoben in ihrem Urteil besonders das kaltblütige Vorgehen des Beschuldigten hervor und auch, dass er zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise Reue gezeigt hatte.


Der Täter hatte die Frau in ihrem Fahrzeug erschossen.
Lebenslange Haftstrafe für Mord an Ehefrau
Weil er seine getrennt lebende Ehefrau aus dem Hinterhalt mit sechs Pistolenschüssen in Esch/Alzette ermordet hatte, muss ein 59-jähriger Mann nun für den Rest seines Lebens ins Gefängnis.

Das versuchte Jamek M. nun im Berufungsverfahren anders darzustellen. Er räumte ein, dass es falsch gewesen sei, seine Frau zu töten und es tue ihm leid. Allerdings sei er bei der Tat nicht er selbst gewesen und an dem, was er getan habe, seien eigentlich andere Schuld. Das Strafmaß sei daher viel zu hoch.


arrestation d'un homme a en face de la gare de esch apres apres avoir tue sa femme quelques heures plus tot rue du fosse a esch - Photo : Pierre Matge
Mord in Esch: Es soll bei lebenslänglich bleiben
Weil er seine Ex-Frau erschossen hatte, wurde ein Mann in erster Instanz zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Zu lang, so der Beschuldigte in Berufung. Der Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft sah dies anders.

Der Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft sprach im Berufungsverfahren von einer Tat, für die „jede Strafe, die weniger lang als lebenslänglich ist, unangemessen ist“. Die Richter des Appellationshofes sahen dies offensichtlich genauso und bestätigten das Urteil aus erster Instanz.


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