Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Monnericher Bauschuttdeponie: Ein Jahr nach dem Erdrutsch
Lokales 11 13.03.2015

Monnericher Bauschuttdeponie: Ein Jahr nach dem Erdrutsch

Erdrutsch Bauschuttdeponie Monnerech 1 Joer dono

Monnericher Bauschuttdeponie: Ein Jahr nach dem Erdrutsch

Erdrutsch Bauschuttdeponie Monnerech 1 Joer dono
Lex Kleren
Lokales 11 13.03.2015

Monnericher Bauschuttdeponie: Ein Jahr nach dem Erdrutsch

In der Nacht vom 13. zum 14. März 2014 schüttete ein Teil der Monnericher Bauschuttdeponie die Straße zwischen Esch und Monnerich zu. Ein Jahr danach steht fest, dass der gerutschte Boden nicht abtransportiert wird.


(na)  - Kurz vor 21.30 Uhr am 13. März 2014 meldete ein Autofahrer massive Straßenschäden in der Rue de Mondercange in Esch/Alzette. Die Escher Autobahn musste aus Sicherheitsgründen bis in die Morgenstunden gesperrt werden, da gefürchtet wurde, dass ein Hochspannungsmast auf die Fahrbahn zu kippen drohte. 

500.000 Tonnen abgerissen

Erst am nächsten Morgen, am 14. März, sollte das Ausmaß des Erdrutsches zu erkennen sein. Wohl ging keine Gefahr vom Hochspannungsmast auf, doch war die Straße von Esch nach Monnerich zugeschüttet, sowie die Kanalverbindungen und andere Leitungen zwischen beiden Gemeinden zerstört worden.

Ein Jahr später, nachdem zwei Expertenbüros ihre Berichte abgeschlossen haben, steht fest, dass über 500.000 Tonnen Erdmasse abgerissen und etwa 35 Meter nach Westen abgeglitten sind.

Eine Stützmauer und eine neue Straße

Die Experten schlussfolgern auch, dass eine Stützmauer am äußeren Fuß des Erdrutsches, also außerhalb des beschädigten Bereiches, realisiert werden soll. Der gerutschte Boden wird demnach nicht abtransportiert werden, sondern verbleibt an Ort und Stelle, ist vom Nachhaltigkeitsministerium zu erfahren. Die neue Straße wird den Erdrutsch also umgehen müssen. Im Rahmen des Neubaus der Straße werden auch die kommunalen Infrastrukturen - darunter die Kanalverbindung zwischen Esch und Monnerich -  wieder hergestellt werden.

Zur Schuldfrage will sich das Nachhaltigkeitministerium noch nicht äußern. Die Priorität sei erst einmal, soweit möglich, die Ausgangslage wieder herzustellen. Erst in einer zweiten Phase soll die Frage der Verantwortung geklärt werden.

Mehr zum Thema in der Samstagsausgabe (14.03.15) des Luxemburger Wort


Lesen Sie mehr zu diesem Thema