Monnerich: Lösung für Bauschuttschwemme in Sicht?
Monnerich: Lösung für Bauschuttschwemme in Sicht?
(TJ) - Die Schließung der Bauschuttdeponie in Monnerich brachte nicht nur Probleme in der näheren Umgebung mit sich. Die gesamte Baubranche weiß nicht mehr wohin mit dem Bauschutt.
Im Laufe des Montags hatte sich auch der Abgeordnete Michel Wolter mit einer parlamentarischen Anfrage zu Wort gemeldet. Er wollte vom Nachhaltigkeitsministerium Antworten über die anfallenden Mengen und über eventuelle Alternativstandorte zur Deponie bei Esch/Alzette haben.
Nach einem Treffen der Akteure am Montag will die zuständige Ministerin Carole Dieschburg am Dienstag bekanngeben, welche Deponien künftig von den Unternehmern angefahren werden können. Der Handlungsbedarf ist jedenfalls groß.
Bereits am Montagmorgen hatte der Präsident der Handwerkerkammer seinen Bedenken mit klaren Worten Ausdruck verliehen.
Er sprach im Interview mit Radio DNR von einer "dramatischen" Situation. Zwischen 6000 und 8000 Tonnen Schutt seien bislang täglich in Monnerich abgeladen worden. Diese Menge entspricht rund 400 Lkw-Ladungen.
Ausweichdeponien wie etwa in Hellingen oder in der Nähe von Ettelbrück könnten diese Mengen entweder nicht mehr aufnehmen oder seien wegen der Entfernung nicht wirklich als Alternativen in Betracht zu ziehen.
Sollten tatsächlich 400 Lastwagen täglich aus dem Süden des Landes nach Ettelbrück fahren müssen, kann man sich die Auswirkungen auf den Straßenverkehr sehr wohl vorstellen. Von den ökologischen Aspekten ganz zu schweigen.
"Sollten wir nich eine schnelle und unbürokratische Lösung finden, können Baustopps nicht ausgeschlossen werden", so Kuhn weiter. Man darf nunmehr auf die für Dienstag anberaumte Pressekonferenz gespannt sein.
Eine Alternative könnte Sassenheim sein. Die dort geplante Deponie ist allerdings noch nicht vollständig genehmigt.
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