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"Momo Challenge": Kein Fall in Luxemburg
Lokales 06.11.2018

"Momo Challenge": Kein Fall in Luxemburg

Momo erscheint über Nachrichtendienste und fordert Jugendliche auf, diversen Aufgaben nachzukommen.

"Momo Challenge": Kein Fall in Luxemburg

Momo erscheint über Nachrichtendienste und fordert Jugendliche auf, diversen Aufgaben nachzukommen.
Screenshot: Youtube
Lokales 06.11.2018

"Momo Challenge": Kein Fall in Luxemburg

Ein 13-jähriger Junge erhängt sich in Belgien, wohl weil er Opfer der "Momo Challenge" wurde. In Luxemburg ist noch kein Fall der Challenge, die über Nachrichtendienste verbreitet wird, bekannt.

(SH) - Zwei Wochen lag ein 13-jähriger Junge aus Belgien im Koma, nachdem er versucht hatte, sich zu erhängen. Nun ist er verstorben. Der belgischen Staatsanwaltschaft zufolge soll der Junge Opfer der „Momo-Challenge“ geworden sein. Bei diesem Spiel werden Jugendliche über soziale Netzwerke oder Mitteilungsdienste von einer gruseligen Comicfigur mit Namen Momo dazu aufgefordert, unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Die letzte davon ist der Selbstmord. Momo flößt den Empfängern der Nachricht Angst ein, sollten sie seinen Angaben nicht nachkommen.

Wie Bildungsminister Claude Meisch in seiner Antwort auf die parlamentarische Anfrage der LSAP-Abgeordneten Taina Bofferding erklärt, sei noch kein Fall aus Luxemburg bekannt. Meisch zufolge sei die „Momo-Challenge“ kein neues Phänomen. Dabei handele es sich um eine Falschmeldung, die sich allerdings zu einer reellen Bedrohung entwickeln kann, da sie Nutzer in Angst versetzt.

Bee Secure informiert

Obwohl in Luxemburg noch kein Fall bekannt ist, wurde die Bee-Secure-Initiative, die sich für die Sensibilisierung und für eine sichere Benutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien einsetzt, bereits von einigen Personen kontaktiert, die sich über die Challenge informieren wollten.

Bee Secure sei laut Meisch stets darum bemüht, Jugendlichen einen kritischen Umgang mit Informationen aus dem Internet und sozialen Medien nahezulegen. In diesem Kontext werden jedes Jahr rund 900 Schulungen abgehalten.

Eine Straftat stellt die Verbreitung von Falschinformationen, wie dies etwa bei der „Momo-Challenge“ der Fall ist, unterdessen dem Minister zufolge in Luxemburg nicht dar.