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Mobiltelefone als Warnmelder
Lokales 2 Min. 02.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Mobiltelefone als Warnmelder

Unter anderem über Großbrände, wie zuletzt in Hamm, sollen die Bürger von nun an über die mobile Anwendung gouvAlert.lu informiert werden.

Mobiltelefone als Warnmelder

Unter anderem über Großbrände, wie zuletzt in Hamm, sollen die Bürger von nun an über die mobile Anwendung gouvAlert.lu informiert werden.
Foto: Chris Karaba
Lokales 2 Min. 02.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Mobiltelefone als Warnmelder

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Wenn große Katastrophen passieren, können Sekunden Leben retten. Um nun die Luxemburger Bevölkerung schneller über solche Ereignisse zu benachrichtigen, wurde die Handy-App gouvAlert.lu entwickelt.

Große Brände, schlimme Unwetter oder gar ein Atomalarm: Über derartige Notfälle sollen die Bürger in Zukunft so schnell wie möglich informiert werden – mit Hilfe der neuen App gouvAlert.lu. Die Anwendung wurde vom Innenministerium in Zusammenarbeit mit dem Centre des technologies de l'information de l'état (CTIE) und dem Corps grand-ducal d'incendie et de secours (CGDIS) ausgearbeitet und schlägt in Krisensituationen Alarm.

Lokale und nationale Meldungen

Einmal heruntergeladen, erhalten Nutzer zwei Arten sogenannter Push-Benachrichtigungen auf ihr Handy: Die standortabhängigen, lokalen Meldungen werden nur an User versendet, die sich in einer vom CGDIS festgelegten Risikozone befinden. Die nationalen Benachrichtigungen hingegen gehen an alle Nutzer der App, wenn im Großherzogtum der Notstand ausgerufen wird, beispielsweise bei Terrorattacken oder nuklearen Katastrophen.

So kann die Bevölkerung in Krisensituationen entsprechende Vorsichtmaßnahmen treffen. Ein Beispiel: Erfährt ein Nutzer über die App, dass es in der Nähe des eigenen Zuhauses brennt, weiß er, dass Türen und Fenster geschlossen werden müssen.


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Die Nachrichten können aber auch präventiv wirken, wenn sie Menschen beispielsweise vor drohenden Unwettern warnen. Vor allem nach den schlimmen Überschwemmungen in diesem Jahr im Müllerthal und vor zwei Jahren im Ernztal waren Forderungen nach Warnsystemen laut geworden. Denn bisher wurde bei solchen Katastrophen auf die Medien, Lautsprecherwagen der Polizei und des CGDIS und SMS-Systeme einzelner Gemeinden zurückgegriffen.

Schnelle Hilfe bei Notfällen

Wenn jemand in Gefahr gerät, kann die App ebenfalls helfen. Menschen in Not können dann sofort über gouvAlert.lu die Notfallzentrale 112 kontaktieren. Der große Vorteil: Die App ortet die Position des Anrufers, sodass die Rettungskräfte auf direktem Weg zum Unfallort gelangen.

Eine wichtige Funktion, erklärt Paul Schroeder, Generaldirektor des CGDIS: „Es gibt immer wieder Fälle, in denen Anrufer uns nicht erklären können, wo genau sie sich befinden. Unsere Mitarbeiter in der Zentrale versuchen dann durch Nachfragen herauszufinden, wo die Person ist. Durch die Geolokalisation gewinnen wir Zeit.“ Damit das funktioniert, müssen die Nutzer der App allerdings den Zugriff auf ihren Standort erlauben.

Warnung per Sms

Künftig wird es auch Warnungen per Sms geben. Diese werden dann an alle Handy-Besitzer versendet und nicht nur an solche, die gouvAlert.lu heruntergeladen haben. Solche Benachrichtigungen werden allerdings nur in extremen Notfällen versendet.


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