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Mobilitätsstudie von TNS-Ilres: Auto bleibt der Luxemburger liebstes Kind
Lokales 2 Min. 13.12.2016

Mobilitätsstudie von TNS-Ilres: Auto bleibt der Luxemburger liebstes Kind

Häufig bewegt sich für Autofahrer in der Hauptstadt überhaupt nichts mehr.

Mobilitätsstudie von TNS-Ilres: Auto bleibt der Luxemburger liebstes Kind

Häufig bewegt sich für Autofahrer in der Hauptstadt überhaupt nichts mehr.
Foto: Guy Jallay/LW-Archiv
Lokales 2 Min. 13.12.2016

Mobilitätsstudie von TNS-Ilres: Auto bleibt der Luxemburger liebstes Kind

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Das Auto ist das beliebteste Transportmittel der Luxemburger. Fast die Hälfte der Arbeitnehmer nutzt ihr Auto täglich, um zur Arbeit zu fahren - dies geht aus einer Studie des Marktforschungsinstitutes TNS-Ilres hervor.

(dho) - Drei Viertel der hierzulande lebenden Menschen halten sich regelmäßig in der Hauptstadt auf. Das beliebteste Verkehrsmittel der Luxemburger ist mit Abstand das Auto, dies geht aus einer Studie von TNS Ilres hervor, welche die Stadt Luxemburg in Auftrag gegeben hat. 50 Prozent der Gesamtbevölkerung nutzen ihr Auto täglich, um zur Arbeit zu fahren. 66 Prozent sogar viermal wöchentlich oder häufiger.

Dass so viele Personen auf ihr Auto zurückgreifen, sei jedoch nicht verwunderlich meint Charles Margue, Direktor des Marktforschungsinstituts, der gestern die Studie über die Mobilitätsgewohnheiten der Luxemburger präsentierte. „Immerhin stellen zwei von drei Arbeitgebern ihren Angestellten einen Parkplatz zur Verfügung“, so Margue. Verkehrsschöffin Sam Tanson meinte, die Stadt verfüge bereits über ein sehr restriktives Parkmanagement im öffentlichen Raum, dieses soll in Zukunft dennoch weiter verschärft werden.

Präferenzen nach Region ...

Welches Verkehrsmittel die Menschen nutzen, ist abhängig davon, wo sie leben. Die Anwohner der Hauptstadt greifen öfters auf den öffentlichen Transport zurück, als der Rest der Bevölkerung. 22 Prozent der Hauptstadtbewohner nutzen fast täglich den Bus. 51 Prozent verfügen daher über ein Busabonnement. 55 Prozent nutzen ihr Auto mehr als zweimal pro Woche.

37 Prozent der gesamten Bevölkerung besitzt ein Abonnement für den öffentlichen Transport. Die französischen Grenzgänger nutzen den Zug häufiger als das Auto. Lediglich die Menschen aus den Gemeinden rund um die Hauptstadt verzichten weniger gern auf ihr Fahrzeug. 50 Prozent nutzen täglich das Auto. Insgesamt nutzen 80 Prozent mehr als zweimal pro Woche ihr Fahrzeug, um zur Arbeit zu gelangen. Eine Tatsache, an der gearbeitet werden müsse, meint Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer.

Sehr viel potenzielle Transportmittel würden sich in den Garagen der Haushalte befinden, meint Charles Margue. 36 Prozent der Befragten besitzen ein Fahrrad, welches sie für den Transport nutzen können. Jedoch nutzen nur 7 Prozent ihr Zweirad mehrmals wöchentlich, um zur Arbeit zu gelangen. Auch Pedelecs seien stark im kommen. Etwa sechs Prozent der Luxemburger zwischen 16 und 75 Jahren geben bei der Befragung an, ein Pedelec zu besitzen. Auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg wird ein Drittel der Wege zu Fuß zurückgelegt.

Die Stichprobe

2.233 Menschen zwischen 18 und 75 Jahren wurden online oder per Telefon zu ihren Mobilitätsgewohnheiten befragt. Bei den Befragten handelt es sich um eine repräsentative Stichprobe. Etwa die Hälfte wohnt in der Stadt, 500 Personen in den Randgemeinden. 500 Personen stammen aus anderen Landesteilen. Auch 150 Grenzgänger wurden zu ihren Mobilitätsgewohnheiten befragt.



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