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Mobilität: A6 soll teilweise ausgebaut werden
Lokales 01.09.2015 Aus unserem online-Archiv

Mobilität: A6 soll teilweise ausgebaut werden

Die Autobahn A6 stößt seit fünf Jahren an ihre Kapazitätsgrenzen.

Mobilität: A6 soll teilweise ausgebaut werden

Die Autobahn A6 stößt seit fünf Jahren an ihre Kapazitätsgrenzen.
Foto: Guy Jallay
Lokales 01.09.2015 Aus unserem online-Archiv

Mobilität: A6 soll teilweise ausgebaut werden

Die Autobahn zwischen Arlon und Luxemburg ist völlig überlastet. Um Herr der Lage zu werden, plant die Regierung nun eine Reihe von Maßnahmen.

(ml) - Autofahrer, die täglich im Berufsverkehr die Autobahn zwischen Arlon und Luxemburg benutzen, müssen Nerven wie Drahtseile haben. Jeden Tag rollen rund 48.000 Wagen an der Grenze zwischen Belgien und Luxemburg vorbei. Auf dem Abschnitt zwischen dem Zessinger und dem Gaspricher Kreuz sind es fast 92.000 Fahrzeuge. Die französischen Grenzgänger machen beinahe die Hälfte der Pendler aus. Mehr als 40.000 von ihnen gelangen über die A6 nach Luxemburg.

Der CSV-Abgeordnete Gilles Roth wollte in einer parlamentarischen Anfrage in Erfahrung bringen, ob die Regierung einen Ausbau der A6 plane. In seiner Antwort bestätigt Infrastrukturminister François Bausch, dass die Regierung den Schwerpunkt auf den öffentlichen Transport setzen möchte. Des Weiteren soll die E25 zwischen Düdelingen (A3) und Helfenterbrück (A6) zwei Mal auf drei Spuren ausgebaut werden. Dieser Abschnitt des Autobahnnetzes sei wegen des europäischen Transitverkehrs besonders stark belastet, heißt es weiter. 

Bereits im April hatte Minister Bausch in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage klargestellt, dass sich die luxemburgischen Autobahnen kaum bis gar nicht zur Einrichtung temporärer Busspuren während der Stoßzeiten eignen würden. Der Grund dafür sei, dass es mit der A4 nur eine einzige richtige Zubringerautobahn in der Hauptstadt geben würde, während die A6, A4 und A1 faktisch in der Umgehungsautobahn münden würden. 

Um die Mobilitätsprobleme zwischen Arlon und Luxemburg zu entschärfen, plant die luxemburgische Regierung in Zusammenarbeit mit Wallonien eine grenzüberschreitende Express-Busverbindung zwischen Arlon und Windhof, Capellen und dem "Ban de Gasperich". In Stockem wird ein Park-and-Ride-Parking gebaut, der mit dem Bahnnetz verbunden sein wird, so Bausch. Außerdem werden in Mamer, Steinfort, Strassen und Bartringen Busspuren eingerichtet, um die Ortschaften vom Verkehr zu entlasten.


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