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Mobilfunkanbieter "Join" wieder voll verfügbar
Ein Join-Geschäft an der Place Guillaume II.

Mobilfunkanbieter "Join" wieder voll verfügbar

Foto: Guy Wolff
Ein Join-Geschäft an der Place Guillaume II.
Lokales 23.04.2019

Mobilfunkanbieter "Join" wieder voll verfügbar

Das Join-Netz war seit Sonntagabend 22 Uhr für einige Nutzer nicht erreichbar. Erst am Dienstagmorgen behob der Betreiber die technische Störung.

Der Mobilfunknetzbetreiber Join, der seit 2017 zur Post gehört, war laut einigen Nutzern bereits seit Sonntagabend nicht mehr verfügbar.


Sur la place Guillaume II, la boutique de Join a changé
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2017 hatte Post den Handy-Provider Join mitsamt dessen Schulden komplett übernommen. Nun verlangt die Opposition eine gerichtliche Untersuchung.

Auf der Facebook-Seite des Anbieters wurden am Montagmittag erste Stimmen laut, die sich über einen Netzausfall beschwerten. Im Laufe des Feiertags wurde das Problem nicht behoben und auch am frühen Dienstagmorgen hatten einige Join-Kunden noch immer kein Netz.

Am Dienstagmorgen kam die erste offizielle Stellungnahme vonseiten des Betreibers, ebenfalls über Facebook. Es gäbe eine "temporäre Störung" des Netzes, Techniker würden sich allerdings mit dem Problem beschäftigen und versuchen, es so schnell wie möglich zu beheben. Etwa eine Stunde später, gegen 10 Uhr, waren Join-Kunden nach einem über 24-stündigem Ausfall wieder zu erreichen.

Der Anbieter war am Dienstagmorgen telefonisch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Über mangelnde Erreichbarkeit beschwerten sich auch Join-Kunden. Joins Helpline ist an Wochenenden und an Feiertagen nicht besetzt.

Am Mittwoch teilte Join-Vorstandsmitglied Marc Rosenfeld dem Luxemburger Wort mit, es hätte über das Osterwochenende ein Problem im System gegeben, das rund 1,5% der Kunden betroffen hätte. Diese hätten nicht mehr telefonieren können, SMS-Nachrichten und Datenübertragungen hätten allerdings nach wie vor funktioniert.  

Nach der Join-Übernahme durch die Post im Jahre 2017 für einen symbolischen Euro, durch die die Post auch die erheblichen Schulden des schwächelnden Unternehmens auf sich nahm, kam der Erwerb des Handy-Providers immer wieder in die Kritik.


Wirtschaft, Join, Place Guillaume 2, Foto: Guy Wolff/Luxemburger Wort
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Von Verlustgeschäften im zweistelligen Millionenbereich ist die Rede und die parlamentarische Opposition hat eine gerichtliche Untersuchung gefordert.


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