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Mit einem Klick zum Arzt
Lokales 2 Min. 02.10.2018

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Mit der neuen App sollen auch die oftmals überlsteten Notaufnahmen entlastet werden.

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Mit der neuen App sollen auch die oftmals überlsteten Notaufnahmen entlastet werden.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 02.10.2018

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Betty GILLEN
Betty GILLEN
Eine neue App soll die Suche nach medizinischer Versorgung erleichtern – und Notaufnahmen entlasten

Wer sich am Wochenende oder abends krank fühlt, den zieht es in vielen Fällen gleich in die Notaufnahme. „56 Prozent der Menschen in Luxemburg suchen, wenn der Hausarzt nicht verfügbar ist, eher eine der vier Urgences auf als eine Maison médicale“, stellt Gesundheitsministerin Lydia Mutsch fest. Eine neue App soll nun Abhilfe schaffen, indem sie zeigt, wo in der näheren Umgebung ein Arzt helfen kann. Damit sollen die Patienten schneller medizinische Versorgung erhalten und die Notaufnahmen – auch in Hinblick auf die langen Wartezeiten – entlastet werden.

Vor allem außerhalb der regulären Arbeitszeiten soll die App DispoDoc den Menschen helfen, einen Arzt in der Nähe zu finden, statt in die Notaufnahme zu fahren. Zurzeit beteiligen sich etwa 15 Allgemeinmediziner an der Initiative. „Eine Erweiterung für Spezialisten ist auch vorstellbar“, so Lydia Mutsch. Bei der Santé ist man zuversichtlich, dass sich viele Ärzte bei der neuen Plattform einschreiben werden.

Um die Behandlungsmöglichkeiten überall zu gewährleisten, will das Gesundheitsministerium künftig auch die Bildung von Gruppenpraxen mit einer Pauschale von 10.000 Euro pro Arzt unterstützen. Hierfür gelten allerdings eine Reihe Bedingungen: Unter anderem sollen Ärzte sich mindestens zu viert zusammenschließen, um möglichst lange erreichbar zu sein.

Denn für diese Praxen sind Öffnungszeiten von 8 Uhr bis 19.30 Uhr vorgesehen. Für den Patienten soll es dabei möglich sein, unter der Woche zwischen 11 und 14 Uhr sowie zwischen 18 und 19.30 Uhr ohne Termin zum Arzt zu gehen. Zudem sollen die Praxen samstags von 8 bis 12 Uhr öffnen. Auch sollen die Mediziner sich untereinander austauschen und die Patienten über mögliche Präventionsmaßnahmen informieren.

Alle Regionen abdecken

Die Grundidee hinter diesem Konzept ist, auch die Regionen abzudecken, in denen sich keine Maison médicale befindet. „Aber auch im städtischen Raum sollen weitere Gruppenpraxen gegründet werden“, so Ministerin Lydia Mutsch.

Darüber hinaus soll in zwei Wochen auch das Portal Santé.lu als App erscheinen, welche die meistgesuchten Informationen alle auf einen Blick zusammenfasst. Dazu gehören beispielsweise Auskünfte über Bereitschaftsdienste oder Notrufnummern. Außerdem kann man sich dort in ein paar Schritten einen Passeport de vie herunterladen oder die Daten aus dem Impfpass eintragen.


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