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Mit Doppelpass in die Wahlkabine
Lokales 1 19.10.2013

Mit Doppelpass in die Wahlkabine

Mit den geplanten Anpassungen soll die doppelte Staatsbürgerschaft "menschen- und praxisnäher" ausgelegt werden, so Juncker.

Mit Doppelpass in die Wahlkabine

Mit den geplanten Anpassungen soll die doppelte Staatsbürgerschaft "menschen- und praxisnäher" ausgelegt werden, so Juncker.
(Foto: Serge Waldbillig)
Lokales 1 19.10.2013

Mit Doppelpass in die Wahlkabine

Premier Juncker sieht den Doppelpass als Chance zur gesellschaftlichen und politischen Integration. Im Interview zieht der CSV-Spitzenkandidat Bilanz des Wahlkampfs. Wir dokumentieren die wichtigsten Aussagen im Video.

(mas) - Mit Blick auf Vorschläge, das Wahlrecht auf ausländische Mitbürger auszuweiten, warnt Premierminister Jean-Claude Juncker davor, "dem Land eine Debatte aufzuzwingen, die zu gesellschaftlichen Streitigkeiten führt".

Vielmehr sieht der Spitzenkandidat der CSV den Doppelpass, den Schwarz-Rot 2009 eingeführt hat, als "Chance, Nicht-Luxemburger an den politischen Prozessen zu beteiligen, ohne dass sie ihre Wurzeln kappen müssen". Dass die doppelte Staatsbürgerschaft ein richtiger Schritt sei, sieht Juncker mit der Zahl an Neu-Wähler aufgrund des Doppelpasses bestätigt: "25000 Bürger, die bei den letzten Parlamentswahlen vor vier Jahren noch nicht die Gelegenheit hatten, politisch mitzubestimmen, haben nun am 20. Oktober diese Gelegenheit."

Die in einem Gesetzentwurf enthaltenen Anpassungen bei der Residenzklausel und bei den Sprachkenntnissen sollen die Bestimmungen zum Erhalt der doppelten Nationalität "menschen- und praxisnäher" auslegen.

Im Doppelpass sieht der Premierminister denn auch das adäquate Instrument, um den Bogen zwischen der wirtschaftlichen Wirklichkeit einerseits und der politischen bzw. gesellschaftlichen Realität andererseits zu spannen. Luxemburg sei nämlich aufgrund seiner besonderen Arbeitsmarktsituation auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen, die sich hierzulande niederlassen würden und denen man die Möglichkeit der Integration und der Teilnahme am gesellschaftlichen bzw. politischen Leben via doppelte Staatsbürgerschaft anbiete.  

Das komplette Interview mit dem Spitzenkandidaten der CSV wird in der heutigen Ausgabe des "Luxemburger Wort" veröffentlicht.


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