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Mischo mit Kritik an "Esch 2022"-Koordinatoren
Georges Mischo in Esch/Alzette.

Mischo mit Kritik an "Esch 2022"-Koordinatoren

Photo: Guy Jallay
Georges Mischo in Esch/Alzette.
Lokales 2 Min. 28.03.2018

Mischo mit Kritik an "Esch 2022"-Koordinatoren

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Der Escher Bürgermeister Georges Mischo vergleicht im Tageblatt-Interview die beiden "Esch 2022"-Koordinatoren mit "Schülern", denen alles gesagt werden müsse. Dies im Vorfeld einer großen Informationsversammlung die am Mittwochabend in Esch stattfinden soll.

Eine gewisse Spannung verspricht die Informationsversammlung am Mittwochabend im Escher Theater. Eigentlich sollten dort die Gemeinderäte der ProSud-Gemeinden über die Austragung des Kulturjahres in Esch und der Südregion 2022 ins Bild gesetzt werden.

Doch gab es im Vorfeld dieser Sitzung scharfe Kritik vom Escher Bürgermeister Georges Mischo an die beiden Koordinatoren Janina Strötgen und Andreas Wagner.

"Als ob ich mit Schülern reden würde"

In einem Interview im "Tageblatt" wird Mischo,  der auch Präsident der Vereinigung ohne Gewinnzweck " Capitale Européene de la culture 2022" ist, folgend zitiert: "Das ist nicht böse gemeint, aber ich komme mir bei den Koordinatoren manchmal so vor, als ob ich mit Schülern reden würde. Wenn ich ihnen sage, was sie tun sollen, dann machen sie es. Das ist aber ziemlich anstrengend."

Janina Stroetgen
und Andreas Wagner 
werden von Mischo kritisiert.
Janina Stroetgen
und Andreas Wagner 
werden von Mischo kritisiert.
Foto: Lex Kleren

Weiter übt Mischo Kritik an der finanztechnischen Umsetzung des Kulturjahres. Für 2018 stehen fünf Millionen Euro zur Verfügung. Die Koordinatoren hätten ein Budget von 4.965.000 Euro aufgestellt. "Dann bleibt ein Puffer von 35.000 Euro. Das ist wirklich gar nichts. Es braucht nur etwas schiefzugehen, dann sind sie wieder im Defizit", so Mischo noch im Interview.

Situation "zurechtbiegen"

Mischo erklärt, dass er sich als Politiker aus der künstlerischen Programmierung heraushalten will. Aber die aktuelle  finanzielle Ausrichtung stelle ein Problem dar, die die gemeinnützige Vereinigung "zurechtbiegen" müsse. In dieser Vereinigung sind Vertreter der Zivilgesellschaft und der Ministerien vertreten, sowie vier Politiker aus den Südgemeinden. Neben Georges Mischo sind dies die Bürgermeister Dan Biancalana (Düdelingen) und Roberto Traversini (Differdingen) sowie der Escher Kulturschöffe Pim Knaff.

Die Bürgermeister Dan Biancalana, Georges Mischo und Roberto Traversini mit dem Schöffen Pim Knaff (v.l.n.r.).
Die Bürgermeister Dan Biancalana, Georges Mischo und Roberto Traversini mit dem Schöffen Pim Knaff (v.l.n.r.).
Foto: Gerry Huberty

Die Frage stellt sich, wie nun die beiden Koordinatoren mit dieser öffentlichen Kritik umgehen werden. Eine Antwort gibt es vielleicht am Mittwochabend.

Zuletzt waren beiden Koordinatoren, Janina Strögten und Andreas Wagner, durch die ProSud-Gemeinden zogen, um den Schöffenräten das Projekt "Esch 2022" näher zu bringen.  Nachdem sie das Bidbook ausgearbeitet haben, das die EU-Jury überzeugen konnte, war ihr Vertrag im Dezember um sechs Monate verlängert worden. Er läuft im Juni aus.

Ob er verlängert wird, oder nach neuen Personal Ausschau gehalten wird, ist laut Mischo noch nicht entschieden. Die  Kritik im Tageblatt-Interview scheint aber nicht unbedingt für eine Vertragsverlängerung zu sprechen.

An diesem Mittwoch um 12 Uhr ist eine Versammlung des Vewaltungsrats von Esch 2022 angesagt.  Thema dieser geplanten Sitzung wird  sicherlich die zugespitzte  Lage sein. Andreas Wagner, Koordinator von Esch 2022, wollte zu den Kritikpunkten keine Stellung nehmen. "Wir wollen unsere Arbeit weiterführen".  




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