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Minister reagiert auf Kritik: N7: Bausch geht in die Offensive
Lokales 2 Min. 28.02.2017 Aus unserem online-Archiv

Minister reagiert auf Kritik: N7: Bausch geht in die Offensive

Die N7 dürfte ein politischer Dauerbrenner im Ösling bleiben.

Minister reagiert auf Kritik: N7: Bausch geht in die Offensive

Die N7 dürfte ein politischer Dauerbrenner im Ösling bleiben.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 28.02.2017 Aus unserem online-Archiv

Minister reagiert auf Kritik: N7: Bausch geht in die Offensive

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Nach der forschen Kritik der Regionalvereinigung "De Cliärrwer Kanton" am Vorankommen der Pläne zur Neugestaltung der Nationalstraße 7 geht Ressortminister François Bausch nun in die Offensive. Die N7 sei keineswegs vergessen.

(jl) - Nachdem die Regionalvereinigung „De Cliärrwer Kanton“ (DCK) vergangene Woche in einer forschen Stellungnahme moniert hatte, dass die versprochenen baulichen Maßnahmen zur Schaffung einer normgerechten und sichereren Nationalstraße 7 zwischen dem „Fridhaff“ bei Diekirch und der „Schmëtt“ bei Huldingen immer noch auf sich warten ließen und man es im Ösling leid sei, noch weiter vertröstet zu werden, ging Infrastrukturminister François Bausch am Dienstag gegenüber der Presse in die Kommunikationsoffensive.

"Das ist keine Kleinigkeit"

Die N 7 sei keineswegs vergessen, so Bausch, komplexe Projekte erforderten jedoch auch eingehende Planung und entsprechend Zeit. Die N 7 auf ihren fast 40 Kilometern zu einer normgerechten „Dräibunn“ zu verbreitern und auf den dreispurigen Abschnitten mit einer trennenden Leitplanke auszustatten, um Frontalkollisionen künftig möglichst zu verhindern, sei nun einmal keine Kleinigkeit.

So habe man denn auch erst eine umfangreiche Studie zur möglichen Umsetzung dieser Maßnahmen erarbeiten lassen müssen, die logischerweise wiederum Auswirkungen auf alle anderen baulichen Maßnahmen entlang der Strecke hat. Mittlerweile liege diese Studie aber vor, sodass man bis Ende März die Schlüsse ziehen könne, wie die Fahrbahnbreite von derzeit 11,50 auf wohl 15,95 Meter erweitert werden kann, um internationalen Normen zu genügen.

Nichtsdestotrotz habe man in den zurückliegenden Monaten aber auch an allen anderen Vorhaben auf der N 7 weitergeplant. Der Bypass am Verteilerkreis „Fridhaff“ stehe kurz vor der Ausschreibung und sollte noch bis Ende des Jahres fertiggestellt sein, für die Ortsumgehung von Hosingen arbeite man derzeit am „Avant-projet détaillé“ und auch alle weiteren Maßnahmen seien auf dem Weg.

All diese Dinge habe er dem DCK-Vorsitzenden und DP-Abgeordneten André Bauler oft genug in parlamentarischen Anfragen erklärt, weshalb ihn die harsche Stellungnahme des DCK auch etwas gewurmt habe, so Bausch.

"Kommunikation kann noch aktiver werden"

Dass das Ministerium in Sachen N 7 aktiver und regelmäßiger mit den Bürgern kommunizieren könnte, sei indes aber ein Einwand, den er fortan stärker beherzigen wolle.

Die Pressemitteilung des „De Cliärrwer Kanton“ hatte aber nicht nur beim Ressortminister, sondern auch beim CSV-Nordabgeordneten Ali Kaes für Befremden gesorgt, der als Verfechter eines vierspurigen Ausbaus der N 7 von Augenwischerei spricht.

So habe André Bauler seinerzeit erst eine LCGB-Petition zum Ausbau der N 7 auf vier Spuren unterzeichnet, die entsprechende Motion in der Abgeordnetenkammer Ende 2014 dann aber nach Parteilinie abgelehnt. Hätten sämtliche Nord-abgeordneten damals mit CSV und ADR votiert, wäre die Planung einer vierspurigen N 7 dagegen auf den Weg gekommen, so Kaes.


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