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Minister gibt Audit bei CIGL in Auftrag
Lokales 2 Min. 11.10.2019

Minister gibt Audit bei CIGL in Auftrag

CIGL-Mitglieder haben Arbeiten am Geländer von Traversinis Haus in Niederkorn unentgeltlich durchgeführt.

Minister gibt Audit bei CIGL in Auftrag

CIGL-Mitglieder haben Arbeiten am Geländer von Traversinis Haus in Niederkorn unentgeltlich durchgeführt.
Foto: Chris Karaba
Lokales 2 Min. 11.10.2019

Minister gibt Audit bei CIGL in Auftrag

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Die Affäre um Roberto Traversini zieht weitere Kreise. Arbeitsminister Dan Kersch hat seine Dienste beauftragt, bei der Differdinger Beschäftigungsinitiative CIGL ein Audit durchführen zu lassen.

Arbeitsminister Dan Kersch hat seine Dienste beauftragt, bei der Differdinger Beschäftigungsinitiative CIGL ein externes Audit durchführen zu lassen. Dies antwortet er auf eine parlamentarische Frage der beiden CSV-Abgeordneten Martine Hansen und Gilles Roth. 

Der Minister betont, dass diese Überprüfung schnellstens durchgeführt werden soll. Dabei handelt es sich um eine Reaktion auf die Affäre um den zurückgetretenen Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini. 

Arbeiten am Geländer

Das Haus im Péitenger Wee in Niederkorn samt Gartenhaus.
Das Haus im Péitenger Wee in Niederkorn samt Gartenhaus.
Foto: Anouk Antony

Denn Traversini war auch Präsident der lokalen Beschäftigungsinitiative. Wie sich herausstellen sollte, hatten CIGL-Mitglieder unentgeltlich Arbeiten an einem Geländer an einem Haus in Niederkorn durchgeführt, das Traversini geerbt hatte. 


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In der Differdinger Gemeinderatssitzung vom 18. September hatte Roberto Traversini dies eingestanden. 

Später präzisierte der Verwaltungsrat des Differdinger CIGL, dass drei CIGL-Mitarbeiter im Juli vier Stunden lang am Geländer gearbeitet hatten. 

Diese Arbeiten seien von Roberto Traversini selber bestellt worden, ohne dass die anderen Mitglieder des Verwaltungsrates darüber in Kenntnis gewesen seien, hatte es in der CIGL-Mitteilung geheißen. 

 Staatsanwaltschaft ermittelt 

Die beiden CSV-Abgeordneten fragten ebenfalls, ob der Arbeitsminister diese Fakten der Staatsanwaltschaft übermittelt habe. Darauf erklärt Dan Kersch, dass die Staatsanwaltschaft aus eigener Initiative noch am 18. September diesbezügliche Ermittlungen aufgenommen hat. 

Der Minister präzisiert noch, dass man nun die Justiz, im Sinne der Gewaltentrennung, ermitteln lassen müsse. 

Beschäftigungsinitiativen unter die Lupe

Weiter teilt der Minister mit, dass er bereits im Mai, bei Gelegenheit der Vorstellung der Bilanz der ADEM, angekündigt habe, dass ein Audit über die öffentlichen Gelder, die in den Fonds pour l'emploi fließen, notwendig sei. Dies betreffe demnach auch die Beschäftigungsinitiativen. 

Ein „Monitoring“ aller Initiativen und Maßnahmen, die vom Fonds finanziert oder kofinanziert werden, soll durchgeführt werden. Angesichts ihrer großen Anzahl werde das Ministerium hierfür aber auch auf externe Kräfte setzen müssen. 

Arbeiter vor Ort


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Aufgeflogen waren die Unregelmäßigkeiten beim Differdinger CIGL, nachdem Oppositionsvertreter von LSAP, DP und Déi Lénk auf die Präsenz von CIGL-Mitarbeiter beim Haus von Roberto Traversini aufmerksam gemacht hatten. 

Herausstellen sollte sich, dass, sie, neben besagten Geländerarbeiten, im Januar Möbel für den Okkasiounsbuttek der Beschäftigungsinitiative eingesammelt hatten. Diese waren dem CIGL gestiftet worden.

Später, im Juni, habe eine Ausbildung auf dem Gelände von Traversinis Haus stattgefunden. Diese sei nicht von Traversini bestellt, sondern auf Anfrage eines Verantwortlichen des CIGL durchgeführt worden, hatte der CIGL-Verwaltungsrat mitgeteilt. 


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