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Millionenspende: Geldsegen für die Flüchtlingshilfe
Lokales 2 Min. 10.12.2015

Millionenspende: Geldsegen für die Flüchtlingshilfe

Die Fassade der "Philanthropie" in Leudelingen, dem Sitz der Stiftung "Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte".

Millionenspende: Geldsegen für die Flüchtlingshilfe

Die Fassade der "Philanthropie" in Leudelingen, dem Sitz der Stiftung "Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte".
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 10.12.2015

Millionenspende: Geldsegen für die Flüchtlingshilfe

Die Stiftung "Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte" wird im kommenden Jahr 10 Millionen Euro für Projekte spenden, die sich mit der Betreuung und Integration von Flüchtlingen in Luxemburg befassen.

(mth) - Die Stiftung "Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte" wird im kommenden Jahr 10 Millionen Euro für Projekte spenden, die sich mit der Betreuung und Integration von Flüchtlingen in Luxemburg befassen. Hinzu kommen weitere 4,8 Millionen, die an die verschiedenen Sozialämter im Land fließen, welche neben alteingesessenen Einwohnern auch Flüchtlinge betreuen.

Die spektakuläre Finanzspritze wurde am Donnerstagmorgen im Rahmen einer Konferenz in der "Philantropie" in Leudelingen angekündigt. Die Stiftung rief sämtliche interessierte Instanzen dazu auf, bis zum 31. Mai 2016 Projekte einzureichen, die eine Förderung beantragen wollen.

Oeuvre-Präsident Pierre Bley sagte, man wolle mit der Spende, die auch für die Stiftung eine außerordentlich hohe Finanzierungsbeteiligung bedeute, einen Beitrag leisten, um der großen Herausforderung, welche die aktuelle Flüchtlingswelle für das Großherzogtum mit sich bringe, gerecht zu werden.

Zentrale Koordination nötig

Zu dem Treffen waren zahlreiche Vertreter von Hilfsorganisationen und sozialen Strukturen eingeladen, um nach der Ankündigung der Finanzierung über die Ausrichtung und Verwendung der Mittel zu diskutieren. Den verschiedenen Wortmeldungen war zu entnehmen, dass viele spontane Hilfsangebote im Augenblick vor allem scheitern würden, weil es keine zentrale Koordinationsstelle gebe, welche solche Projekte betreuen könne. Die Finanzspritze der "Oeuvre" könne in diesem Zusammenhang viel bewegen.

Marc Crochet, Vize-Generakldirektor beim luxemburgischen Roten Kreuz, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die finanziellen Mittel vorrangig der Unterbringung sowohl von Flüchtlingen als auch von hilfsbedürftigen Einheimischen dienen müsse, da das Wohnungsproblem wohl zu den dringendsten Problemen in diesem Zusammenhang zähle. Dabei müsse auch darauf geachtet werden, dass kein Sozialneid gefördert werde.

Weitere Ansätze für Hilfsprojekte, die angesprochen wurden, betrafen darüber hinaus Bereiche wie die Sprachausbildung, sowie kulturelle und sportliche Aktivitäten für Flüchtlinge - alles Aktivitäten also, welche die Basis für eine gelungene Integration in die Gesellschaft bilden könnten.

Die Stiftung "Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte" wurde 1944 gegründet, um den Opfern des Zweiten Weltkriegs Hilfe zu leisten. Die Stiftung verteilt bis heute Hilfsgelder in zahlreichen Bereichen und finanziert sich vor allem aus den Einnahmen der Loterie Nationale. 2014 wurden von der Stiftung rund 16,3 Millionen Euro an verschiedene Organisationen ausgezahlt, die im Bereich der Sozialhilfe, des Sports sowie der Kultur tätig sind.


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