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„Menschlich und kompetent“
Die „Stëftung Hëllef Doheem“ ist täglich landesweit mit 600 Autos für ihre Klienten im Einsatz.

„Menschlich und kompetent“

Serge Waldbillig
Die „Stëftung Hëllef Doheem“ ist täglich landesweit mit 600 Autos für ihre Klienten im Einsatz.
Lokales 2 Min. 15.03.2012

„Menschlich und kompetent“

Zehn Jahre „Stëftung Hëllef Doheem“, zehn Jahre im Dienst hilfsbedürftiger Mitmenschen. Generaldirektor Robert Theissen spricht gegenüber dem „Luxemburger Wort“ von einer Erfolgsstory. Auf den Lorbeeren ausruhen will man sich dennoch nicht. Im Gegenteil. Die nahe Zukunft wird die Stiftung vor große Herausforderungen stellen.

Zehn Jahre „Stëftung Hëllef Doheem“, zehn Jahre im Dienst hilfsbedürftiger Mitmenschen. Generaldirektor Robert Theissen spricht gegenüber dem „Luxemburger Wort“ von einer Erfolgsstory. Auf den Lorbeeren ausruhen will man sich dennoch nicht. Im Gegenteil. Die nahe Zukunft wird die Stiftung vor große Herausforderungen stellen.

Im Jahre 1999 ist die heutige „Stëftung Hëllef Doheem“ (SHD) im Rahmen der Pflegeversicherung aus der Zusammenführung von „Hëllef Doheem Krankefleeg asbl.“, „Aide familiale – Aide senior asbl.“ und „Foyers senior asbl.“ hervorgegangen – allesamt mit einer zum damaligen Zeitpunkt bereits langjährigen Erfahrung im Bereich von Alten- und Krankenpflege sowie von Sozialarbeit.

Zählte die Stiftung im Gründungsjahr noch 250 Mitarbeiter, so sind es deren heute bereits 1 600. Kein Wunder also, dass die „Hëllef Doheem“-Einsatzfahrzeuge täglich in allen Ecken des Landes zu sehen sind. Angesichts des demografischen Wandels – sprich: der immer älter werdenden Bevölkerung  sowie einer steigenden Anzahl an ambulanten Krankenpflegeleistungen – könnte die Mitarbeiterzahl in Zukunft weiter steigen.

Herausforderung demografischer Wandel

Der demografische Wandel ist für SHD-Generaldirektor Robert Theissen eine der wesentlichen Herausforderungen der Zukunft: „Als größter Akteur im Bereich der häuslichen Pflege und vor dem Hintergrund sozio-ökonomischer und sozialer Veränderungen muss und wird sich die ,Stëftung Hëllef Doheem‘ proaktiv den Herausforderungen stellen, wozu unter anderem auch die Anpassung beziehungsweise die weitere Diversifizierung unseres Dienstleistungsangebots gehört.“

Als Beispiel nennt Robert Theissen den notwendigen Ausbau des ambulanten Dienstleistungsangebots für Kinder und Jugendliche, die geschlechtsspezifische Orientierung (steigende Zahl älterer Frauen) des Pflegekatalogs für ältere Mitmenschen, den Zuschnitt des Angebots auf ältere ausländische Mitbürger, die ihren Lebensabend im Großherzogtum verbringen, sowie die Ausrichtung des Dienstleistungsangebots auf die steigende Zahl allein lebender, hilfsbedürftiger älterer Mitmenschen.

„Qualität der Dienstleistungen weiter sichern“

Die häusliche Behandlung von Diabetes-Patienten, von kardio-vaskulären Erkrankungen sowie von Gelenk- und Knochen-Erkrankten soll künftig auch zum Tätigkeitsbereich des Pflegepersonals der „Stëftung Hëllef Doheem“ gehören. Auch möchte Robert Theissen die häusliche Palliativ-Betreuung weiter ausgebaut wissen. „Gerade in diesem Bereich haben wir in der Vergangenheit Pionierarbeit geleistet und reichlich Erfahrung gesammelt, auf die wir in der Zukunft aufbauen können“, so der dynamische Generaldirektor.

Als weitere Herausforderung – neben der Erweiterung des Dienstleistungsangebotes – erachtet Robert Theissen die konsequente Absicherung des hohen Qualitätsniveaus der angebotenen Dienstleistungen. „Die höchstmögliche Qualität ist unser Ziel. Allerdings soll ,mehr Qualität‘ nicht gleichzeitig ,mehr Kosten‘ bedeuten. Unsere Qualitätsansprüche müssen weiterhin finanzierbar bleiben. Und genau das ist eine der größten Herausforderungen der nahen Zukunft, da unsere Einnahmen im Gegensatz zu unseren Ausgaben sehr variabel sind.“

Zur langfristigen Qualitätssicherung und zur Gewährleistung des internen Mottos „menschlich und kompetent“ gehört auch die konsequente Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, wie Robert Theissen hervorhebt. Zur Zukunftsstrategie der „Stëftung Hëllef Doheem“ gehören auch weitere Partnerschaften und Synergien mit anderen Dienstleistern aus dem Gesundheits- und Sozialbereich. Damit das Wohlergehen der hilfsbedürftigen Mitmenschen weiterhin im Vordergrund steht, wird nichts dem Zufall überlassen.