Wählen Sie Ihre Nachrichten​

"Meng Landwirtschaft" fordert radikale Kursänderung in der Agrarpolitik
Lokales 28.01.2014 Aus unserem online-Archiv

"Meng Landwirtschaft" fordert radikale Kursänderung in der Agrarpolitik

Gülle und Pestizide beeinträchtigen die Trinkwasserqualität.

"Meng Landwirtschaft" fordert radikale Kursänderung in der Agrarpolitik

Gülle und Pestizide beeinträchtigen die Trinkwasserqualität.
Foto: Armand Wagner
Lokales 28.01.2014 Aus unserem online-Archiv

"Meng Landwirtschaft" fordert radikale Kursänderung in der Agrarpolitik

Die Agrarpolitik der vergangenen Jahre hat vor allem Unheil gebracht, sind die Vertreter der Plattform "Meng Landwirtschaft" überzeugt. Sie fordern ein radikales politisches und gesellschaftliches Umdenken.

(mig) - Die 2011 gegründete Plattform "Meng Landwirtschaft" will eine öffentliche Debatte über die Zukunft der Luxemburger Landwirtschaft ankurbeln, "weil es ein Gesellschaftsthema ist, das alle etwas angeht, auch wenn es nicht zu den politischen Top Ten zählt", sagte Raymond Aendekerk von der Mitgliederorganisation Bio-Lëtzebuerg.

Die Agrarpolitik der vergangenen Jahre hat vor allem Unheil gebracht, sind die Vertreter der Plattform überzeugt, angefangen beim Rückgang der Biodiversität, dem Bienensterben, der Belastung des Trinkwassers durch Pestizide bis hin zum hohen Ausstoß an Treibhausgasen.

Doch die negativen Auswirkungen gehen weit über das Lokale und Regionale hianus, wie die Vertreter der Plattform am 28. Januar bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung ihres Berichtes zur Neuordnung der Agrarpolitik erklärten. Mit ihrer protektionistischen Agrarpolitik sei die EU mitverantwortlich für den Hunger in der Welt, so die Vertreter der Plattform.

Die Mitgliederorganisationen fordern ein Umdenken auf der politischen sowie auf der gesellschaftlichen Ebene. Die Lebensmittelproduktion müsse Vorrang vor anderen Produktionszweigen haben, Luxemburg müsse versuchen, seinen Eigenbedarf an landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu decken und Überschussproduktionen (Fleisch und Milch) zugunsten pflanzlicher Produkte zu reduzieren.

Eine wichtige Rolle kommt der Biolandwirtschaft zu, die derzeit nur knapp vier Prozent der gesamten Landwirtschaft ausmacht. "Die Nachfrage nach Bioprodukten steigt weiter an, doch kaum jemand springt auf diesen Zug auf", sagte Raymond Aendekerk.

Die Förderung von Biolandbau steht ganz oben auf der To-Do-Liste. Die Vertreter von "Meng Landwirtschaft" halten 15 Prozent bis 2020 für realistisch.