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Mehr Platz auf dem Park&Ride Sud in Howald
Lokales 8 2 Min. 17.09.2018

Mehr Platz auf dem Park&Ride Sud in Howald

Bis mindestens 2022 soll der neue Teil des Park&Ride Sud genutzt werden.

Mehr Platz auf dem Park&Ride Sud in Howald

Bis mindestens 2022 soll der neue Teil des Park&Ride Sud genutzt werden.
Foto:Gerry Huberty
Lokales 8 2 Min. 17.09.2018

Mehr Platz auf dem Park&Ride Sud in Howald

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
In Zukunft wird es immer schwerer werden, einen Parkplatz auf dem Park&Ride Sud zu ergattern. Daher wurde dieser nun ausgebaut. Jedoch nicht für die Ewigkeit - die 611 Plätze sind nur provisorischer Natur.

Wenn sich knapp 20 Wahlkandidaten eingefunden haben, um ein Bändchen durchzuschneiden, dann muss der Presse etwas Großes vorgestellt werden. Und groß ist sie allemal, die erweiterte Fläche des neuen Park&Ride-Sud-Geländes, deren Einweihung am Montagmorgen in Howald stattfand.

Ein Parkgelände mit 611 neuen Autostellplätzen wurde dort in neun Monaten fertiggestellt. Auch wenn noch einige kleine Arbeiten anstehen, können die Plätze von heute an genutzt werden. 27 Stationen sind zum Aufladen von Elektroautos vorgesehen, zwei größere für Elektrobusse.

Jetzt heißt es nur noch, das neue Gelände zu finden. Der Weg führt links an dem bekannten Park&Ride Sud vorbei bis zum Gebäude des Zolls am Ende der Parkfläche. An diesem fährt man rechts vorbei, durch die Unterführung unter der Rue Friedrich Wilhelm Raiffeisen und immer geradeaus.

Das neue Gelände zu finden ist nicht unbedingt einfach.
Das neue Gelände zu finden ist nicht unbedingt einfach.
Bild: MDDI

Der Verkehr im Zentrum soll entlastet werden

Mit seinen insgesamt 1 451 Stellplätzen soll der Park&Ride Sud vor allem dazu dienen, den Individualverkehr aus der Hauptstadt und den umgebenden Gemeinden herauszuhalten. Aus diesem Grund ist der Parkplatz auch an unterschiedliche Buslinien angebunden (siehe unten). „Parken ist bis zu 24 Stunden kostenfrei“, präzisiert Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer. Ab der 25. Stunde müssen zehn Euro pro Tag gezahlt werden, um Langzeitparken zu unterbinden.

Die Kosten der Erweiterung belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Jedoch handelt es sich bei dem neuen Parkgelände lediglich um ein Provisorium, wie Nachhaltigkeitsminister François Bausch bei der Eröffnung präzisiert. Das neue Gelände wird, zusammen mit dem restlichen Gelände des Park&Ride Sud, auf lange Sicht verschwinden. Dies passiert, im Sinne eines nationalen Park&Ride-Konzepts, das vorsieht, die Parkkapazitäten an den Grenzen zu erhöhen. Unter anderem sollen Autofahrer, die aus Richtung Frankreich über die A 3 kommen, möglichst schnell auf den öffentlichen Transport zurückgreifen können. Dazu sind zurzeit weitere Projekte in der Diskussion, wie etwa der Bau eines Park&Ride in Liwingen und Bettemburg oder auf der französischen Seite. Diese werden jedoch nicht in naher Zukunft realisiert werden.

Die Investition in den Park&Ride Sud waren laut Minister Bausch also nötig, um eine Übergangsphase zu überbrücken. Wenn erst die Umsteigeplattform mit dem Bahnhof Howald 2021 fertiggestellt ist und die Tram dann bis dorthin führt, ergeben sich neue Möglichkeiten. Eine Brücke wird voraussichtlich ab 2022 von der Tramhaltestelle unweit der Bahnschienen bis in den Ban de Gasperich führen, gleich zwischen das Auchan-Einkaufszentrum und den Lycée Vauban. Über diese wird die Tram dann fahren. Sie kann jedoch auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.

Erst wenn all diese Projekte abgeschlossen sind, wird auch der Park&Ride Sud in Howald verschwinden. Dann wird dort wohl eine Tiefgarage entstehen oder möglicherweise ein Parkhaus. Jedenfalls wird es eine Struktur sein, die mehr Parkkapazitäten ermöglicht als ein einfaches, flaches Gelände.



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