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Mehr als 200 Züge in Luxemburg ausgefallen
Lokales 02.02.2021

Mehr als 200 Züge in Luxemburg ausgefallen

Während 20 Stunden standen die Signale bei der CFL auf Rot.

Mehr als 200 Züge in Luxemburg ausgefallen

Während 20 Stunden standen die Signale bei der CFL auf Rot.
Foto: Frank Weyrich
Lokales 02.02.2021

Mehr als 200 Züge in Luxemburg ausgefallen

Frank WEYRICH
Frank WEYRICH
Eine technische Panne, die bis am Dienstagmorgen andauerte, verursachte massive Störungen bei der Bahn.

Der 1. Februar 2021 wird wohl bei Tausenden von Bahnreisenden in schlechter Erinnerung bleiben. Gegen 13 Uhr ging die Meldung ein, dass es am hauptstädtischen Bahnhof eine technische Panne an der Infrastruktur gab, die zu Störungen auf mehreren Bahnlinien führte. Dass daraus ein gewaltiges Chaos entstehen würde, war zu dem Zeitpunkt noch nicht klar. Bis am Dienstagmorgen um 9 Uhr hat es gedauert, bis die Panne behoben war und der normale Betrieb wieder aufgenommen werden konnte.


Lokales, Zug, Bahn, Bus, öffentlicher Transport, Mobilität, mit Covid 19 Maske,  Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
Maskenpflicht: Kontrollen in Zügen und Bahnhöfen
5.192 Personen wurden bislang in Zügen und Bahnhöfen kontrolliert. Dabei wurden auch einige Verstöße festgestellt.

Betroffen waren sämtliche Linien auf dem CFL-Netz und das auch noch während zwei Spitzenstunden. Die angekündigten Verspätungen haben dabei zum Teil groteske Ausmaße angenommen. So wurde eine Verbindung der Regionalbahn nach Diekirch mit einer Verspätung von zwei Stunden angezeigt. Neben verspäteten Zügen gab es auch jede Menge Meldungen „train supprimé“. 

Alessandra Nonnweiler, Pressesprecherin der CFL, hat die Zahlen parat, die das ganze Ausmaß des Chaos beschreiben: „Durch die Störung sind insgesamt mehr als 200 Züge ausgefallen.“ Die Ursache liegt bei einer CFL-Baustelle am hauptstädtischen Bahnhof. Unterhalb des Pont Buchler wurde bei Arbeiten an einem Brückenpfeiler ein Kabel durchtrennt. Dadurch wurde die zentrale Steuerungszentrale lahmgelegt, mit den bekannten Folgen.

„Wir sind uns bewusst, dass wir als CFL das Rückgrat der Mobilität in Luxemburg darstellen und dass wir Tausenden von Leuten Unannehmlichkeiten bereitet haben“, so Nonnweiler. Deshalb wurde auch die ganze Nacht durch an der Behebung des Schadens gearbeitet. Dazu gehörte, dass auf einer Länge von 40 Metern ein vollkommen neues Kabel gezogen wurde. „Durch die zahlreichen Baustellen in und um den Bahnhof in Luxemburg muss mit Störungen gerechnet werden“, beschreibt es Alessandra Nonnweiler. 

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