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Medizinisches Cannabis: Vorrat bereits aufgebraucht
Lokales 17.07.2019

Medizinisches Cannabis: Vorrat bereits aufgebraucht

Medizinisches Cannabis: Vorrat bereits aufgebraucht

Foto: Getty Images
Lokales 17.07.2019

Medizinisches Cannabis: Vorrat bereits aufgebraucht

Innerhalb von sieben Monaten wurden in Luxemburg bereits mehr als 20 Kilogramm an Cannabis-Medikamenten verschrieben. Das Gesundheitsamt liefert Erklärungen.

(s.w./jt) - Die Nachfrage nach medizinischem Cannabis in Luxemburg steigt – so sehr, dass seit 9. Juli keine neuen Patienten eine Therapie beginnen können. Der Grund: Es fehlt an Nachschub. Die 120 Patienten, die sich aktuell in Behandlung befinden, können allerdings weiterhin mit Medikamenten versorgt werden, versichert man im Gesundheitsministerium.


(FILES) In this file photo taken on April 20, 2017 A woman smokes marijuana on Parliament Hill on 4/20 in Ottawa, Ontario, April 20, 2017.
About 4.9 million Canadians spent a whopping Can$5.7 billion (US$4.6 billion) on cannabis last year, the government's statistical agency said on January 25, 2018.Its production in terms of value is now "on par with the beer industry and larger than the tobacco industry," according to Statistics Canada's estimates.
 / AFP PHOTO / Lars Hagberg
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Ende 2018 bestellte Luxemburg 20 Kilogramm der Medikamente aus Kanada. Sieben Monate später ist der Vorrat nun bereits aufgebraucht. Die erwartete Nachfrage wurde unterschätzt, sowohl was die Anzahl der Patienten als auch die durchschnittlich verabreichte Dosis an Cannabisblüten betrifft, erklärt die Behörde auf LW-Nachfrage. 

270 Menschen in Luxemburg erhielten seit der Zulassung des therapeutischen Cannabis im Januar eine Behandlung mit diesen Produkten verschrieben. Insgesamt 21 Kilogramm Hanfblüten ordneten die 250 zugelassenen Ärzte für ihre Patienten an.


(FILES) This file photo taken on March 16, 2017 shows legal cannabis plants growing under eavy light in a greenhouse of a Switzerland's cannabis producer in Koelliken. - Is the Cannabidiol (CBD), the new "superhero" cosmetic ingredients ? Many small companies are rushing into the niche, but the historic giants of the beauty sector are still waiting due of the legal vagueness surrounding this non-psychoactive molecule of cannabis. (Photo by Fabrice COFFRINI / AFP)
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Laut Gesundheitsamt sei eine Analyse durchgeführt worden, um die Gründe für die "Cannabis-Engpass" besser zu verstehen: Zum einen gebe es Unterschiede bei der Anzahl an Verschreibungen pro Arzt. Zum anderen gibt es auch bei den Diagnosen, die als Basis für die Ausstellung des Rezepts dienen, eine erhebliche Bandbreite. Hinzu komme, dass Cannabis als Suchtstoff bestimmten Einfuhrquoten unterliegt. Die Vorratsmenge kann daher nicht über Nacht erhöht werden. "Es wird daran gearbeitet, diese Hindernisse so schnell wie möglich zu überwinden und sicherzustellen, dass der nationale Bestand auf einem angemessenen Niveau gehalten wird", so eine Sprecherin des Ministeriums.

Die Cannabis-Substanzen Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) werden aufgrund ihrer schmerzstillenden Wirkung in der Behandlung von Krebs oder anderen schweren Krankheiten eingesetzt. Die Einnahme erfolgt meist in Blütenform.


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