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Medicoleak: Biltgen und Schneider schießen zurück
Sind medizinische Datenbanken nach Medicoleak sicherer?

Medicoleak: Biltgen und Schneider schießen zurück

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Sind medizinische Datenbanken nach Medicoleak sicherer?
Lokales 11.04.2012

Medicoleak: Biltgen und Schneider schießen zurück

Untätigkeit und Hilflosigkeit hatten die Piratenpartei und die Grünen dem Justizminister François Biltgen sowie dem Sportminister Romain Schneider am Dienstag im Zusammenhang mit der Medicoleak-Affäre unterstellt. Beide Minister weisen die Vorwürfe nun energisch zurück.

(str) - Untätigkeit und Hilflosigkeit hatten die Piratenpartei und die Grünen dem Justizminister François Biltgen sowie dem Sportminister Romain Schneider am Dienstag im Zusammenhang mit der Medicoleak-Affäre unterstellt. Beide Minister weisen die Vorwürfe nun energisch zurück.

In einem Schreiben betonen sie, dass der illegale Zugang zu persönlichen Daten kein Kavaliersdelikt sei. Allerdings sei noch keine Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft prüfe erst den Sachverhalt und sie alleine entscheide über Strafverfolgung. Es gelte noch immer das Prinzip der Unschuldsvermutung für den- oder diejenigen, die im Verdacht stehen, sich illegal Zugriff zur sportmedizinischen Datenbank verschafft zu haben.

Nach Bekanntwerden des Vorfalls habe man reagiert:

  • Die Nutzer der Medico-Datenbank mussten ihr Passwort ändern.
  • Ab dem kommenden Monat wird die Datenbank des Centre médico-sportif mit einem Luxtrust-System geschützt.
  • Auf Anordnung des Regierungsrats vom 16. März führt das Cyber Security Board ein Inventar der staatlichen Datenbanken durch.

  • Alle Datenbanken müssen künftig mit einem starken Sicherungssystem wie etwa Luxtrust geschützt werden.

  • Das Cyber Security Bord arbeitet einen Verhaltenskodex für den sicheren Umgang mit Daten aus.
  • Staatsbeamte werden besser im Umgang mit Datensicherheit aus- und fortgebildet

Aber auch in der Vergangenheit sei man nicht tatenlos gewesen, betonen Biltgen und Schneider in der Pressemitteilung. So setze das staatliche Technikzentrum bereits seit 2010 und noch bis 2014 einen Masterplan zur besseren Datensicherung um. Zudem sei auch das „Computer emergency response team“ (CERT) proaktiv im Einsatz gewesen und setze derzeit eine Cybersecurity-Strategie um.


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