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Méco legt Einspruch gegen Google ein
Lokales 12.07.2019

Méco legt Einspruch gegen Google ein

Auf diesem 35 Hektar großen Gelände bei Bissen soll das Datacenter entstehen.

Méco legt Einspruch gegen Google ein

Auf diesem 35 Hektar großen Gelände bei Bissen soll das Datacenter entstehen.
Pierre Matgé
Lokales 12.07.2019

Méco legt Einspruch gegen Google ein

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Vor allem wegen nicht geklärter Fragen in Sachen Wasserbedarf will der Umweltverband die Umklassierung verhindern.

Der Mouvement écologique hat am Donnerstag beim Innenministerium offiziell gegen die beschlossene Umklassierung eines 35 Hektar großen Areals in eine Zone spéciale Datacenter reklamiert. Der Umweltverband fordert in diesem Sinne das Innenministerium auf, die Umklassierung nicht zu genehmigen. So sei die Entscheidung zur Umklassierung nicht konform zum Gesetz über die kommunale Flächennutzung. 

Es sei nicht nachgewiesen worden, dass der Standort für das Errichten eines Datacenters wirklich geeignet sei. Die sei aber im Falle des Ausweisens einer Zone spéciale gesetzlich vorgeschrieben. Desweiteren bemängelt die Umweltorganisation, dass das in der öffentlichen Prozedur ausliegende Dossier nicht komplett gewesen sei. So fehlten detaillierte Informationen über den Wasserverbrauch. Laut Méco reiche es nicht, diese Detailinformationen in einer späteren Planunsgphase nachzureichen. Es handele sich um eine spezifische Aktivität, die hier geplant sei, also müsse die Öffentlichkeit bereits in der Phase der Umklassierung über diesen Impakt informiert werden.


Google-Gelände in Bissen  - Foto : Pierre Matgé/Luxemburger Wort
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Zudem seien der Öffentlichkeit Studien betreffend den Energiebedarf und das Vorkommen von Fledermäusen vorenthalten worden. Die strategische Umweltprüfung SUP ist laut Méco nur lückenhaft, weil wesentliche Aspekte wie Wasserversorgung und Entsorgung, Flächenverbrauch und Mobilität nicht im Detail analysiert wurden. Vor allem die Frage des Wasserverbrauchs müsse angesichts des wachsenden Bedarfs an Trinkwasser im Detail bekannt sein. Der potentielle Verbrauch des Datacenters wäre aber in beiden Dokumenten nicht erwähnt worden.


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