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Masernausbruch in Luxemburg
Lokales 2 Min. 22.03.2019

Masernausbruch in Luxemburg

Innerhalb einiger Tage bildet sich bei einer Masernerkrankung ein Ausschlag im Gesicht und hinter den Ohren, der sich dann über den ganzen Körper ausbreitet.

Masernausbruch in Luxemburg

Innerhalb einiger Tage bildet sich bei einer Masernerkrankung ein Ausschlag im Gesicht und hinter den Ohren, der sich dann über den ganzen Körper ausbreitet.
Foto: Getty Images
Lokales 2 Min. 22.03.2019

Masernausbruch in Luxemburg

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
In Luxemburg wurden mehrere Fälle von Masern gemeldet. Die Krankheit gilt als hochansteckend.

Dem Gesundheitsministerium zufolge sind hierzulande die Masern (Luxemburgisch: Riedelen) ausgebrochen. Zurzeit seien fünf Fälle bekannt. Es bestehe zudem das Risiko, dass noch mehr Personen angesteckt wurden. 

Die Masern gelten als hoch ansteckende Krankheit, eine infizierte Person kann das Virus an bis zu 20 Personen weitergeben. Dem Gesundheitsministerium zufolge ist eine Impfung der einzig wirksame Schutz. 

Gefährliche Spätfolgen

Masern sind zwar als Kinderkrankheit bekannt, eine Erkrankung kann allerdings lebensgefährlich sein: Sie beginnt in der Regel mit grippeähnlichen Symptomen wie hohem Fieber, Husten und Schnupfen. Innerhalb einiger Tage bildet sich ein Ausschlag im Gesicht und hinter den Ohren, der sich dann über den ganzen Körper ausbreitet. Der Ausschlag geht mit einem erneuten Fieberanstieg einher und geht nach drei bis vier Tagen wieder zurück. 


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Die Masern sind europaweit auf dem Vormarsch. Nicht so in Luxemburg, denn hierzulande ist die Impfrate recht hoch.

Die Spätfolgen der Krankheit stellen allerdings die größere Gefahr dar. Denn bis zu sechs Wochen nach der Krankheit ist das Immunsystem immer noch geschwächt und die Erkrankten sind anfällig für jegliche Krankheiten, wie etwa Lungenentzündungen, Bronchitis oder Durchfall. 

Eine besonders gefürchtete Komplikation ist eine Entzündung des Gehirns. Sie tritt bei etwa einem von 1 000 Masernfällen auf und kann zum Tod oder schweren Behinderungen führen. Sehr selten kann es auch mehrere Jahre nach der Erkrankung zu einer fortschreitenden Entzündung der Hirnhäute und des Nervensystems kommen. Die sogenannte subakute sklerosierende Panenzephalitis verläuft fast immer tödlich.   

Besonders für schwangere Frauen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem besteht eine Gefahr. Im Falle einer Erkrankung soll aber in jedem Fall umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Ärzte müssen Fälle von Masern hierzulande an die Behörden weitergeben. 

Impfung bringt Immunität

Die Impfung gegen Masern besteht aus zwei Teilen. In der Regel bekommen Kinder die erste Impfung im Alter von einem Jahr. Allerdings bilden sich nur bei etwa 80 Prozent der Geimpften ausreichend Antikörper, sodass eine zweite Injektion nach einigen Monaten notwendig ist, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten. Zwar werden vor allem Kinder geimpft, aber auch Erwachsene können dies problemlos nachholen. Eine Impfung lohnt sich aber nur, wenn die Betroffenen noch nie die Masern hatten – denn eine Erkrankung gewährt lebenslange Immunität.   


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Die Masern sind europaweit auf dem Vormarsch - 2018 wurden 82.000 Fälle gemeldet, wovon 72 tödlich endeten. Luxemburg blieb von dieser Entwicklung aber bislang verschont. Im vergangenen Jahr waren drei Fälle bekannt. Die Personen hatten sich jeweils im Ausland angesteckt.

Grund für das Ausbreiten der Krankheit sind sinkende Impfquoten. Hierzulande bleiben die Quoten auf einem hohen Niveau. Die Impfquoten bei Kindern zwischen 25 und 30 Monaten werden alle fünf Jahre vom Gesundheitsministerium ausgewertet. Wie aus dem aktuellsten Bericht aus dem Jahr 2014 hervorgeht, haben 99 Prozent der Kinder hierzulande 2012 die erste Impfdosis erhalten. 83,3 Prozent von ihnen bekamen die zweite Dosis und haben somit einen sicheren Schutz.


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