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Masernausbruch hat Ursprung in Frankreich
Lokales 29.03.2019

Masernausbruch hat Ursprung in Frankreich

Eine Impfung gilt als einziger wirksamer Schutz gegen eine Masernerkrankung.

Masernausbruch hat Ursprung in Frankreich

Eine Impfung gilt als einziger wirksamer Schutz gegen eine Masernerkrankung.
Foto: dpa
Lokales 29.03.2019

Masernausbruch hat Ursprung in Frankreich

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Der Masernausbruch ist hierzulande noch nicht beendet. Es wurden weitere Fälle bekannt. Sein Ursprung liegt in einer französischen Skiregion.

Der Masernausbruch breitet sich weiter hierzulande aus. Die Zahl der bestätigten Krankheitsfälle ist auf zwölf angestiegen (Stand: 28. März). Die betroffenen Personen – hauptsächlich Kinder und Jugendliche – hatten wohl keinen ausreichenden Impfschutz. In drei Fällen muss dies allerdings noch überprüft werden. Dies bestätigt der Gesundheitsminister Etienne Schneider in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage der CSV-Abgeordneten Nancy Kemp-Arendt.

Der Ausbruch hat seinen Ursprung in Frankreich. Ein Jugendlicher hatte sich während eines Wintersporturlaubs in Val Thorens angesteckt. In der Skiregion war es Ende Februar zu einem Masernausbruch gekommen. Das Gesundheitsministerium hatte daraufhin vor Reisen in die Region gewarnt. Nach seiner Rückkehr nach Luxemburg steckte der Schüler weitere Menschen an.

Keine Impfpflicht geplant

Als Reaktion auf die Epidemie hat das Ministerium das Umfeld der erkrankten Personen kontaktiert. Daraufhin wird die Impfsituation der Betroffenen überprüft und eine eventuelle Empfehlung ausgesprochen.


Impfen, Impfung, (Shutterstock)
Ministerium warnt vor Masern in Val Thorens
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Eine Impfpflicht besteht hierzulande nicht. Eine Einführung sei auch nicht vorgesehen, so Schneider. Denn im Gegensatz zu Ländern wie Frankreich oder Italien ist die Impfquote hierzulande hoch. Sie wird bei Kindern zwischen 25 und 30 Monaten alle fünf Jahre ausgewertet. Zurzeit liegt die Quote für einen ausreichenden Impfschutz gegen Masern bei 90 Prozent. Dafür muss der Wirkstoff zweimal verabreicht worden sein. 

Im Zuge des Ausbruchs stellt das Ministerium allen Personen, den Impfstoff gegen Masern kostenlos zur Verfügung. Dies war bislang nur für Kinder im Rahmen des nationalen Impfplans vorgesehen. 

Gefährliche Spätfolgen

Vergangenen Freitag hatte das Ministerium Alarm geschlagen, nachdem fünf Masernfälle in Luxemburg bekannt geworden waren. Die Krankheit gilt als hochansteckend und kann gefährliche Spätfolgen haben. Denn bis zu sechs Wochen nach der Krankheit ist das Immunsystem immer noch geschwächt und die Erkrankten sind anfällig für jegliche Krankheiten, wie etwa Lungenentzündungen, Bronchitis oder Durchfall. 


Innerhalb einiger Tage bildet sich bei einer Masernerkrankung ein Ausschlag im Gesicht und hinter den Ohren, der sich dann über den ganzen Körper ausbreitet.
Masernausbruch in Luxemburg
In Luxemburg wurden mehrere Fälle von Masern gemeldet. Die Krankheit gilt als hochansteckend.

Eine besonders gefürchtete Komplikation ist aber die Hirnhautentzündung (Meningitis). Sie tritt bei etwa einem von 1.000 Masernfällen auf und kann zum Tod oder schweren Behinderungen führen. 


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