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Marderhund in Luxemburg nachgewiesen
Lokales 08.02.2021

Marderhund in Luxemburg nachgewiesen

Das Tier wurde in Bettemburg fotografiert.

Marderhund in Luxemburg nachgewiesen

Das Tier wurde in Bettemburg fotografiert.
Foto: Naturverwaltung/D.Hipp
Lokales 08.02.2021

Marderhund in Luxemburg nachgewiesen

Ein ungebetener neuer Waldbewohner wurde erstmals offiziell identifiziert. Er ist nicht der einzige Zuwanderer ins Luxemburger Ökosystem.

(TJ) - Erstmals wurde ein Marderhund offiziell in Luxemburg nachgewiesen. Das drei bis sieben Kilogramm schwere Tier konnte im Raum Bettemburg fotografiert und eindeutig als solcher identifiziert werden. Man geht davon aus, dass Marderhunde schon seit mehreren Jahren in Luxemburg vorkommen. Allerdings konnte die Naturverwaltung die Hinweise bislang nicht überprüfen.

Das hundeartige Tier wird auch noch als Waschbärhund bezeichnet und ist ursprünglich in Ostasien heimisch. Er wurde aber zwischen 1929 und 1955 zu Jagdzwecken im europäischen Teil Russlands und der Ukraine ausgesetzt, von wo er sich schnell nach Westen hin ausbreitete.


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Eines der Hauptziele der EU im Kampf um den Erhalt der Biodiversität ist die Bekämpfung von Neozoen und Neophyten, die eingeschleppt wurden und nun zur Gefahr für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt werden.

Da er auf der „Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung“ geführt wird und als Bedrohung für die natürliche Biodiversität angesehen wird, ist seine Bejagung außer während der Jagdpause vom 1. März bis 15. April ganzjährig erlaubt.

Ein weiterer Zuwanderer ist der Goldschakal, der zum Jahreswechsel in Canach aufgetaucht sein soll. Seine Anwesenheit ist aber noch nicht bestätigt.

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