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Marc Glesener nicht von Politik abgeneigt
Lokales 26.01.2013 Aus unserem online-Archiv

Marc Glesener nicht von Politik abgeneigt

Marc Glesener nicht von Politik abgeneigt

Lokales 26.01.2013 Aus unserem online-Archiv

Marc Glesener nicht von Politik abgeneigt

Der Medienberater Marc Glesener ist nicht davon abgeneigt, demnächst in der Politik aktiv zu werden. Wie er Politik machen will, verriet er am Samstag.

(mt) - Der Medienberater Marc Glesener ist nicht davon abgeneigt, demnächst in der Politik aktiv zu werden. Sein früherer Beruf als Journalist habe ihm dies bislang nicht erlaubt, er sieht beides - Journalist und aktiver Politiker - als nicht miteinander vereinbar. "Jetzt befinde ich mich in einer ganz anderen Situation, ja, Politik interessiert mich, ich sage nicht nein!" Das sagte Marc Glesener, der lange Jahre in den Diensten des Medienhauses Saint-Paul stand, am Samstag in der Sendung Background auf RTL.

Frage, mit welcher Partei, blieb unbeantwortet

Unbeantwortet ließ er die Frage, mit welcher Partei der 44-Jährige zukünftig Politik machen wolle. Glesener war bereits ein Jahr lang Fraktionssekretär der CSV unter der Regie des damaligen CSV-Fraktionsvorsitzenden Lucien Weiler. Er meinte nur, er befürworte eine Politik abseits der klassischen ideologischen Strömungen und Meinungen. Er wolle auch politisch aktiv sein, um Probleme zu lösen. Er wolle sich nicht nur des einfachen politischen Alltagsmanagements widmen.

Zuvor hatte Glesener die Aktualität Luxemburgs und die Herausforderungen und Veränderungen im Mediensektor kommentiert. Die Medienlandschaft sieht Glesener in einem tiefen Umbruch.

Zur politischen Aktualität hier seine wichtigsten Aussagen:

Geheimdienstaffäre

  • "Auch wenn Juncker gesagt hat, er sei nicht auf die Verantwortung über den Geheimdienst erpicht, so soll er diese dennoch behalten."
  • "Man sollte das, was im Zuge des Kalten Krieges in Luxemburg geschah, nicht durch die Brille von heute analysieren."

Bommeleeër

  • "Der Bommeleeër Prozess ist eine einzige ,Fiewelstuut', in der womöglich noch viel steckt. Vielleicht wird es auch noch einige politische Überraschungen geben."
  • "Sollte beim Bommeleeër-Prozess wegen mangelnder Beweise das Strafverfahren eingestellt werden, dann verlieren Justiz, aber auch andere Instituitionen ihr Gesicht." 

Politik und Gesellschaft

  • "Die derzeitige Regierung verfolgt viele Einzelstrategien, aber keine zusammenhängende. Der Chefstratege sollte Jean-Claude Juncker sein. Mit 90 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung sollte er den Mut haben, auch für den Wähler unbequemere Maßnahmen zu treffen."
  • "Die Gewerkschaften versuchen zu sehr, politische Akteure anstatt Gewerkschaften zu sein."