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Mann muss wegen Vergewaltigung seiner Schwester ins Gefängnis
Lokales 29.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Mann muss wegen Vergewaltigung seiner Schwester ins Gefängnis

Laurent T. hat nun 40 Tage Zeit, um Berufung einzulegen.

Mann muss wegen Vergewaltigung seiner Schwester ins Gefängnis

Laurent T. hat nun 40 Tage Zeit, um Berufung einzulegen.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 29.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Mann muss wegen Vergewaltigung seiner Schwester ins Gefängnis

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Acht Jahre lang soll Laurent T. sich immer wieder an seiner Schwester vergangen haben. Das Urteil der Richter war eindeutig.

Während acht Jahren soll Laurent T. immer wieder seine Schwester vergewaltigt haben - zum Teil mehrmals die Woche. Ende April musste der 32-Jährige sich deshalb vor Gericht verantworten. Die Richter verurteilten den Mann nun am Mittwoch zu einer zehnjährigen Haftstrafe. Da Laurent T. nicht zur Verhandlung erschienen war, wurde der Prozess "Par defaut" geführt. Deshalb ist eine Bewährungsstrafe ausgeschlossen. Dem Opfer sprachen die Richter indes ein Schmerzensgeld in Höhe von 8.000 Euro zu.


Alle Parteien haben 40 Tage Zeit, um gegen das Urteil aus erster Instanz Berufung einzulegen.
Gericht: Mann soll jahrelang seine Schwester vergewaltigt haben
Acht Jahre lang soll Laurent T. sich immer wieder an seiner Schwester vergangen haben. Am Dienstag musste er sich nun vor Gericht verantworten.

Der Missbrauch soll zwischen 2009 und 2017 stattgefunden haben. Beide Geschwister lebten zu diesem Zeitpunkt in dem gemeinsamen Elternhaus. Die Mutter sagte vor Gericht, sie habe nichts von den Vergewaltigungen gewusst. Sie habe immer viel gearbeitet und sei selten zu Hause gewesen.

Beide Geschwister hatten in der Vergangenheit Probleme mit Alkohol und Drogen. Der psychologische Gutachter hatte aber keine Zweifel daran, dass Laurent T. sich seiner Handlungen bewusst war. Ihm gegenüber gab er auch zu, dass er regelmäßig mit seiner Schwester Sexualverkehr hatte. Dabei habe der Angeklagte stets betont, dies sei immer im gegenseitigen Einverständnis geschehen. Zwar wüsste er, dass dies unter Geschwistern nicht normal sei – dafür schämen würde er sich allerdings nicht.

Dem Gutachter zufolge habe der Mann tyrannische Charaktereigenschaften. Er habe seine Schwester unter starken psychologischen Druck gesetzt, um diese gefügig zu machen. Die junge Frau habe nicht gewusst, wie sie sich gegen ihn wehren sollte. Sie sei von ihrem Bruder abhängig gewesen, habe ihm nur schwer widersprechen können.


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