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Mamer Bürgermeister weist Forderung nach Rücktritt zurück
Im Gemeinderat Mamer hängt der Haussegen schief.

Mamer Bürgermeister weist Forderung nach Rücktritt zurück

Im Gemeinderat Mamer hängt der Haussegen schief.
Lokales 31.01.2014

Mamer Bürgermeister weist Forderung nach Rücktritt zurück

„Es reicht jetzt!“, das sagen sowohl der Mamer Bürgermeister Gilles Roth als auch Gemeinderatsmitglied Jemp Weydert. Zuvor hatten Déi Gréng den Rücktritt von Roth gefordert.

(L.E.) - In einer Pressemitteilung vom Donnerstag fordert die Mamer Sektion von Déi Gréng den Rücktritt von Bürgermeister Gilles Roth (CSV). Hintergrund ist die Debatte um die angebliche Umklassierung eines Geländes, das an das Privatgrundstück des Bürgermeister grenzt.

Die Partei wirft Gilles Roth unter anderem vor, zwei Gemeindebeamte müssten mit eidesstattlichen Erklärungen für einen Politiker geradestehen. Zudem sei die Behauptung, besagtes Grundstück wäre nie im Bauperimeter gewesen falsch. Die Pressemitteilung schließt mit der Aufforderung an den Bürgermeister zurückzutreten.

Rücktritt, ja oder nein?

Im Gespräch mit dem Luxemburger Wort sagte Rat Jemp Weydert zu der Aussage Roths der Bürgermeister von Mamer sei kein Lügner, „Darüber kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, ich sage auch nicht er sei ein Lügner, ich sage nur er habe nicht ganz die Wahrheit gesagt.“ Auf die Frage ob er glaube dass Gilles Roth der Aufforderung der Grünen zurückzutreten nachkommen wird, meinte Weydert, persönlich glaube er nicht daran.

Auf Nachfrage des Luxemburger Wort hin sagte Gilles Roth dazu, es gebe keinen Grund für ihn zurückzutreten. Die Prozedur zum allgemeinen Bebauungsplan sei nun abgeschlossen und da es keine urbanistischen und juristischen Argumente mehr gebe, spiele die Opposition nun den Mann anstatt den Ball.

"Es reicht jetzt!"

Dass besagtes Grundstück nicht im PAG war, sei durch zwei unabhängige Gutachten belegt. Was die beiden Gemeindebeamten angeht, so haben diese ihre eidesstattliche Erklärung auf eigene Initiative hin abgelegt, nachdem sie selbst die Opposition auf deren Irrtum hingewiesen hätten, so Roth weiter. Gilles Roth verweist auf seine Stellungnahme im Gemeinderat (vergleiche Luxemburger Wort vom 28. Januar).

Die Situation sei auch menschlich nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. In einem Punkt sind sich Weydert und Roth dennoch einig. Beide sagten abschließend im Interview: „Es reicht jetzt“. Sowohl Roth als auch Weydert möchten nun nicht mehr weiter zu diesem Thema Stellung beziehen.