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Lycée Michel-Rodange: Baustelle "voll im Zeitplan"
Lokales 7 3 Min. 25.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Lycée Michel-Rodange: Baustelle "voll im Zeitplan"

Das Lycée Michel-Rodange wird noch bis 2021 renoviert und ausgebaut.

Lycée Michel-Rodange: Baustelle "voll im Zeitplan"

Das Lycée Michel-Rodange wird noch bis 2021 renoviert und ausgebaut.
Foto: Gilles Kayser
Lokales 7 3 Min. 25.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Lycée Michel-Rodange: Baustelle "voll im Zeitplan"

Die Renovierung und Erweiterung des Lyzeums auf dem Campus Geesseknäppchen kommt gut voran. Am Donnerstag luden die Verantwortlichen zur Baustellenbesichtigung.

Erbarmungslos brennt die Sonne auf das menschenleere Gelände. Es ist der bisher heißeste Tag des Jahres in Luxemburg: Schon um halb elf Uhr zeigt das Thermometer mehr als 30 Grad an. Auf der Baustelle ist es ruhig, ein Kran dreht sich über dem Rohbau, nur vereinzelt erblickt man Arbeiter zwischen den Mauern vorbeihuschen. Ein paar Handgriffe noch, dann bricht für den letzten verbliebenen Trupp heute der wohlverdiente Kollektivurlaub an. 

In den vergangenen Monaten wurde auf der Baustelle des Lycée Michel-Rodange in Hollerich fleißig gearbeitet: Die Modernisierung und Erweiterung des zwischen 1970 und 1972 errichteten Schulgebäudes liegt voll im Plan, wie am Donnerstag bei einer Baustellenbesichtigung betont wurde. Das Konzept stammt vom Architektenbüro Jim Clemes, beteiligt sind auch Ingenieure von Schroeder & associés sowie Felgen & associés. 

Der erste Unterricht am renovierten Lyzeum soll zur Rentrée 2021 erfolgen. Künftig bietet die Bildungseinrichtung Platz für bis zu 1.700 Schüler. Derzeit sind es 300 weniger, sie sind momentan noch nebenan im provisorischen Gebäude „Blumm“ untergebracht. 

Plattenbau mit Charme 

Carole Schmit, Architektin bei der Administration des bâtiments publics, führte am Donnerstag durch die Baustelle auf dem Campus Geesseknäppchen. „Die Gebäude sind architektonisch wertvoll und haben einen gewissen Charme. Ziel war es, so viel wie möglich davon zu erhalten“, sagt Schmit. Rein äußerlich wird sich der Charakter des Plattenbaus bis auf ein paar kosmetische Korrekturen und den Anbau neben dem Südflügel kaum verändern. Im Inneren der Lehranstalt bleibt der typische Terrazzoboden erhalten. Die Raumhöhe in den Klassensälen soll dafür großzügiger genutzt werden, während die Bibliothek aus dem Unter- ins Erdgeschoss zieht. Das provisorische Containerhaus am Schulhof wird abgerissen, um mehr Freiraum zu gewinnen. 


Das alte Gebäude bleibt größtenteils bestehen, wird aber um einen Anbau ergänzt.
Geesseknäppchen: Eins nach dem anderen
Auf dem Campus Geesseknäppchen wird im Anschluss an das Athenäum nun auch das Lycée Michel-Rodange renoviert.

Auffälligste Neuerung ist der 6.000 Quadratmeter große Zubau, der momentan hinter dem Hauptgebäude hochgezogen und unter anderem einen großen Prüfungssaal beinhalten wird. Über eine überdachte Passerelle gelangen Schüler und Lehrer vom alten in den neuen Teil der Schule. Die riesige Sporthalle kann bei Bedarf in drei Bereiche unterteilt werden, um verschiedene Sportarten gleichzeitig auszuüben. „Wir bekommen neue Klassensäle, einen neuen Mehrzwecksaal und eine neue Sporthalle, die technische Ausstattung wird modernisiert – das ist genau das, was wir brauchen“, freut sich Direktor Jean-Claude Hemmer. 

Cafeteria mit Garten und Terrasse

Das Obergeschoss des Zusatzbaus ist für die Cafeteria mit 180 Sitzplätzen reserviert. Auf dem Dach des Restaurants ist ein 400 Quadratmeter großer Garten mit Blumenwiese und Hochbeeten vorgesehen, den die Lehrer für pädagogische Zwecke einsetzen können. „Das Dach des Lyzeums wird vollständig begrünt“, so Architektin Schmit. Auch die Installation von Solarmodulen ist Teil des Bauprojekts. 

Das Athenäum (Kolléisch) war 1964 die erste Schule, die sich am Boulevard Pierre Dupong niederließ. Fünf Jahre später erfolgte die Eröffnung des Nouveau Lycée, erstmals wurden dort Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet. Seit 1970 trägt die Schule den Namen des Nationaldichters Michel Rodange. Erst danach erfolgte die Errichtung des eigentlichen Hauptgebäudes nach den Plänen des Architekten Laurent Schmit. Nach 50 Jahren erhält das Bauwerk nun eine Verjüngungskur, die sich der Staat insgesamt 60 Millionen Euro kosten lässt. Das benachbarte Athenäum war zwischen 2012 und 2016 für 89 Millionen Euro renoviert worden. 

Der Campus Geesseknäppchen ist der größte Schulkomplex des Landes. Etwa 6.000 Schüler drücken in den fünf Lehranstalten die Schulbank. In den nächsten Jahren stehen weitere Baumaßnahmen auf dem Programm. Unter anderem soll auf dem Areal ein neues Schulrestaurant errichtet werden. Auch der École de commerce et de gestion (ECG) steht eine Renovierung bevor. Teil des Campus sind auch das Lycée Aline Mayrisch und die International School.


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