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Luxemburger "Sea Shepherd"-Aktivist wieder frei
Lokales 5 24.07.2015 Aus unserem online-Archiv
Grindwaljagd auf den Färöer-Inseln

Luxemburger "Sea Shepherd"-Aktivist wieder frei

Lokales 5 24.07.2015 Aus unserem online-Archiv
Grindwaljagd auf den Färöer-Inseln

Luxemburger "Sea Shepherd"-Aktivist wieder frei

Beim alljährlichen "Grindarap" auf den Färöer-Inseln, während dem hunderte Grindwale in eine Bucht getrieben und getötet werden, wurden am Donnerstag sechs Aktivisten verhaftet. Unter ihnen auch ein Luxemburger. Mittlerweile sind die Aktivisten wieder auf freiem Fuß.

(mth/TJ) - Laut einer Pressemitteilung der Umweltschutzorganisation "Sea Shepherd", die sich für den Erhalt der Meere einsetzt, wurden am Donnerstag beim alljährlichen "Grindaráp" auf den Färöer-Inseln sieben ihrer Aktivisten durch die Polizei verhaftet. Unter ihnen auch der Luxemburger Kevin Schiltz.

Am Freitag wurden die insgesamt sieben Verhafteten wieder freigelassen. Sie müssen sich allerdings vor einem dänischen Gericht verantworten.

Während der umstrittenen Jagd, die jeden Sommer zwischen Juni und Oktober an verschiedenen Stellen der Färöischen Küste stattfindet, werden hunderte Grindwale durch Boote in eine Bucht getrieben und anschließend getötet. Umwelt- und Tierschutzaktivisten versuchen seit Jahren, die als barbarisch angesehen Jagd zu stören oder zu unterbinden.

Sea Shepherd war nach Angaben der Organisation seit dem 1. Mai auf den Färöern präsent. Am Dienstag seien bereits zwei Aktivisten verhaftet worden, heißt es in einer Mitteilung. Am Donnerstag wurden dann sechs weitere Mitglieder festgenommen, darunter auch der Luxemburger Kevin Schiltz.

Der "Grindaráp" ist international umstritten und wird auch zum Spektakel für internationale Medien, da das Wasser der Buchten, in denen die Grindwale getötet werden, sich rot färbt. Diese Bilder wirken auf Außenstehende oft schockierend. Viele Bewohner der Färöer verteidigen die Jagd als Tradition, bei der weder Harpunen und Speere oder gar Schusswaffen verwendet werden dürfen, und die Jäger im eiskalten Wasser mit jedem einzelnen Tier kämpfen. Für sie bedeutet die Jagd in erster Linie kostenlose Nahrungsbeschaffung für sich und ihre Familie.

Sea Shepherd rief am Freitag dazu auf, die Aktivisten freizulassen und die Jagd sofort zu beenden.


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Sea Shepard-Manifestation contre la chasse aux balaines dans les iles Faroes.Foto:Gerry Huberty
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