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Luxemburger Kennzeichen bereiten weiter Sorgen
Lokales 20.01.2017 Aus unserem online-Archiv
In der Wallonie

Luxemburger Kennzeichen bereiten weiter Sorgen

Belgische Autofahrer sollen künftig auch mit belgischen Kennzeichen unterwegs sein.
In der Wallonie

Luxemburger Kennzeichen bereiten weiter Sorgen

Belgische Autofahrer sollen künftig auch mit belgischen Kennzeichen unterwegs sein.
Foto: Teddy Jaans
Lokales 20.01.2017 Aus unserem online-Archiv
In der Wallonie

Luxemburger Kennzeichen bereiten weiter Sorgen

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Die zahlreichen in Luxemburg immatrikulierten Fahrzeuge, die durch die Wallonie fahren, bereiten den belgischen Autoritäten weiterhin Sorgen. Nun hat es das Thema auch ins wallonische Parlament geschafft.

(SH) - Die zahlreichen in Luxemburg immatrikulierten Fahrzeuge, die durch die Wallonie fahren, bereiten den belgischen Autoritäten weiterhin Sorgen. Wie die Zeitung "L'Avenir" berichtet, hat es das Thema nun auch ins wallonische Parlament geschafft.

Dem zuständigen regionalen Minister Christophe Lacroix nach soll das Plus an belgischen Autos, die mit "gelben Kennzeichen" unterwegs sind, sich zum Teil dadurch erklären, dass im Großherzogtum viele fiktive Gesellschaften gegründet werden, um es Einwohnern Belgiens zu ermöglichen, Steuerflucht zu betreiben. Denn Fahrzeuge unterliegen in Belgien einem höheren Steuersatz, als dies in Luxemburg der Fall ist.

Christophe Lacroix will sich in diesem Zusammenhang mit dem Luxemburger Finanzminister zusammensetzen, um diesen fiktiven Gesellschaften ein Ende zu setzen.

Gesetzlich steht es einem Belgier wohl zu, sechs Monate lang mit einem Auto mit ausländischen Kennzeichen zu fahren. Diese Periode soll künftig jedoch nicht mehr verlängert werden. Auch sollen Betrugsfälle härter bestraft werden. Derzeit müssen Belgier im Falle eines Betruges drei Mal die Verkehrssteuer zahlen.

Die Maßnahmen sollen allerdings nicht zu Lasten ehrlicher Grenzgänger fallen. Belgier, die in Luxemburg arbeiten und über ein Firmenfahrzeug verfügen, dürfen auch weiterhin auf Luxemburger Erkennungstafeln zurückgreifen.


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