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Luxemburger Geheimdienst: Attentäter waren Hundezüchter
Lokales 30.11.2012 Aus unserem online-Archiv

Luxemburger Geheimdienst: Attentäter waren Hundezüchter

Der "Spiegel"-Artikel von 1968 warf ein kritisches Licht auf die Arbeit des damaligen "Service de Renseignement".

Luxemburger Geheimdienst: Attentäter waren Hundezüchter

Der "Spiegel"-Artikel von 1968 warf ein kritisches Licht auf die Arbeit des damaligen "Service de Renseignement".
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Lokales 30.11.2012 Aus unserem online-Archiv

Luxemburger Geheimdienst: Attentäter waren Hundezüchter

Es ist eine alte Geschichte zum Schmunzeln, die ein Leser im Archiv des Magazins “Der Spiegel” ausgegraben hat, und die kein allzu gutes Licht auf die Arbeit des Luxemburger Geheimdienstes “Service de Renseignement” wirft.

(jw) - Es ist eine alte Geschichte zum Schmunzeln, die ein Leser im Archiv des Magazins “Der Spiegel” ausgegraben hat, und die kein allzu gutes Licht auf die Arbeit des Luxemburger Geheimdienstes “Service de Renseignement” wirft.

Der Artikel vom 22. April 1968 handelt davon, wie der Luxemburger Geheimdienst zur Blütezeit des Kalten Krieges ein mögliches Attentat auf den Vizepräsidenten der EWG (Vorgänger der heutigen EU) Sicco Mansholt vereiteln wollte. Manshold nahm auf Kirchberg an einer Sitzung der europäischen Agrarminister teil. Viele Euro-Bauern machten ihn für ihre Nöte verantwortlich und so witterte der damals 29 Mann starke Geheimdienst unter René Hoffmann einen Anschlag.

Der Grund: In einem Hotel hatte sich “eine beängstigende Zahl” Ausländer mit dem Beruf “Züchter” eingeschrieben. Als die Gendarmerie die internationalen “Züchter” im Hotel abfangen wollte, waren diese aber bereits abgereist. Des Rätsels Lösung war einfach: Es handelte sich nicht um Attentäter sondern um Besucher der “22. Internationalen Rassehundeausstellung”, die ebenfalls in Luxemburg stattfand.

Diese und eine weitere kuriose Geschichte warfen in den frühen Jahren des “Service de Renseignement” kein gutes Licht auf den Geheimdienst, der heutzutage wieder mit der Bommeleeër-Affäre in den Schlagzeilen steht.