Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Luxemburger Bodypainting-Künstlerin: Der Mensch als Kunstwerk
Lynn Schockmels Interpretation zum Thema „Pop Art“. Das Model Larissa Von Soest trägt einen Hut von „Posh Fairytale Couture“.

Luxemburger Bodypainting-Künstlerin: Der Mensch als Kunstwerk

Foto: Marco Mazzini
Lynn Schockmels Interpretation zum Thema „Pop Art“. Das Model Larissa Von Soest trägt einen Hut von „Posh Fairytale Couture“.
Lokales 2 Min. 28.07.2014

Luxemburger Bodypainting-Künstlerin: Der Mensch als Kunstwerk

Die Bodypainterin Lynn Schockmel aus Luxemburg macht Menschen zum Kunstwerk – und das sehr erfolgreich: Anfang Juli erreichte sie den 19. Platz bei der Weltmeisterschaft in Österreich.

(ld) - Kunst ist nicht gleich Kunst – denn während viele Künstler sich zum Schaffen in ihr stilles Kämmerlein zurückziehen, bevorzugt Lynn Schockmel eine Kunstform, bei der sich Menschen ganz nahe kommen. Die Bodypainterin macht Menschen zum Kunstwerk – und das sehr erfolgreich. Anfang Juli bekam sie nämlich den 19. Platz bei der Bodypainting-Weltmeisterschaft im österreichischen Pörtschach.

Offen, lächelnd und vor allem voller Leidenschaft – Lynn Schockmel hat alles, was man vorab von einer Körperkünstlerin erwartet. Ständig auf der Suche nach Inspiration, erzielt die 30-Jährige diesen Sommer jedoch einen Erfolg, den sie selbst nicht erwartet hätte: Sie schafft es nicht nur ins Finale der Bodypainting-Weltmeisterschaft, sondern sahnt zudem den 19. Platz ab.

Eine soziale, lebendige Kunst

Ein freier Geist sei wichtig in dieser Branche, denn „Bodypainting ist eine soziale, lebendige Kunst, die nur in der Zusammenarbeit funktioniert“, so die junge Künstlerin begeistert. Das Talent, ein Model beim Malen etwa sechs Stunden lang bei Laune zu halten, ist nicht jedem gegeben. Viele Models unterschätzen, wie anstrengend es ist, stundenlang im Stehen zu posieren, bis das Körpergemälde endlich Formen annimmt. „Es ist schon einmal vorgekommen, dass eines meiner Models während der Arbeit ohnmächtig wurde“, bedauert Lynn Schockmel und legt deshalb viel Wert darauf, dass die Models zwischendurch essen, trinken, sich bewegen oder einfach nur hinsetzen.

Das richtige Model zu finden, ist oft eine Glückssache. Die Artistin legt zwar Wert auf Natürlichkeit und einen guten Körperbau, und doch kommt die richtige Entscheidung oft aus dem Bauch. „Ich muss mich sofort wohlfühlen und mit dem Model lachen können“, betont sie. Dieses Jahr entschied Lynn Schockmel sich für Larissa Van Soest, ein Model aus Holland.

Die Leidenschaft für das Face- und danach das Bodypainting entdeckt die Künstlerin bei ihrer Arbeit als Erzieherin. Über Bodypainter, die sie bei einem Malkurs kennenlernt, geht sie 2009 erstmals zur Bodypainting-WM und besucht dort einen Workshop. Zum ersten Mal selber nimmt die Erzieherin im Jahr 2010 teil – just for fun. 2011 schafft sie es ins Finale, bis ihr dieses Jahr der bisher größte Erfolg gelingt. In der nächsten Saison stehen für Lynn Schockmel zudem die „Steampunk Convention“ im Fond-de-Gras und das „Gibraltar Face and Body Painting Festival“ auf dem Programm.