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Luxemburg zahlt acht Millionen Euro
Bis 2015 will Deutschland laut dem Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen hohe Investitionen in die Zugstrecke Luxemburg-Trier-Koblenz tätigen.

Luxemburg zahlt acht Millionen Euro

Foto: Birgit Pfaus-Ravida
Bis 2015 will Deutschland laut dem Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen hohe Investitionen in die Zugstrecke Luxemburg-Trier-Koblenz tätigen.
Lokales 2 Min. 15.03.2012

Luxemburg zahlt acht Millionen Euro

Mit acht Millionen Euro wird Luxemburg den zweigleisigen Ausbau des Abschnitts zwischen Igel und Igel-West auf der Zugstrecke Luxemburg-Trier-Koblenz mitfinanzieren. Von diesem Ausbau hänge die Realisierung des Rheinland-Pfalz-Takts 2015 ab.

(mim) - Mit acht Millionen Euro wird Luxemburg den zweigleisigen Ausbau des Abschnitts zwischen Igel und Igel-West auf der Zugstrecke Luxemburg-Trier-Koblenz mitfinanzieren. Von diesem Ausbau hänge die Realisierung des Rheinland-Pfalz-Takts 2015 ab, der vor allem eine leistungsfähige Verbindung im Stundentakt zwischen Luxemburg und Koblenz garantieren werde, heißt es aus dem Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen.

Im Oktober 2007 gaben die politisch Verantwortlichen des Landes Rheinland-Pfalz bekannt, dass die Zugstrecke Luxemburg-Trier-Koblenz zwischen Igel und Igel-West auf einer Distanz von zwei Kilometern zweigleisig ausgebaut werden soll. Dies in den Jahren 2011-2012 und mit den Finanzmittel des Bundes, ohne dass eine Beteiligung Luxemburgs vonnöten wäre. Das gesamte Projekt sollte in das Konjunkturprogramm des Bundes eingetragen werden.

Die Deutsche Bahn AG (DB) schätzte die Kosten für das Projekt, das zu einem gewissen Zeitpunkt auch den Ausbau der Brücke in Konz auf zwei Gleise vorsah, auf 48 Millionen Euro. Aktuell wird das Projekt der DB, das aus Finanzgründen auf den zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnitts zwischen Igel und Igel-West reduziert wurde, mit 19 Millionen Euro veranschlagt. Acht Millionen Euro dieser Summe werden von Luxemburg finanziert.

Leistungsfähige Verbindung

Dies geht aus der Antwort von Claude Wiseler, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Roger Negri (LSAP) hervor. Der Abgeordnete wollte u. a. vom zuständigen Minister wissen, ob sich angesichts des Produktivitätsgewinns, den man sich von dem überarbeiteten und nun eingeschränkten Projekt erwartet, die Beteiligung Luxemburgs in Höhe von acht Millionen Euro rechtfertige. „Der Ausbau der Zugstrecke zwischen Igel und Igel-West auf zwei Gleise ist die conditio sine qua non für die Realisierung des Rheinland-Pfalz-Takts 2015, der vor allem eine leistungsfähige Verbindung im Stundentakt zwischen Luxemburg und Koblenz garantieren wird“, steht im Schreiben des Ministers zu lesen.

Seit Jahrzehnten schon lenkten die Interventionen der luxemburgischen Regierung die Aufmerksamkeit des Bundesministeriums für Verkehr auf die europäische Bedeutung der Zugstrecke Luxemburg-Trier-Koblenz, als direkte Verbindung des luxemburgischen Netzes zum deutschen Zugnetz, heißt es aus dem Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen.

Dem Ministerium lägen Informationen vor, laut denen bis 2015 bedeutende Investitionen in die Zugstrecke Luxemburg (Grenze)-Trier-Koblenz getätigt würden: eine zweite Röhre für den Tunnel „Kaiser-Wilhelm“ in der Nähe von Cochem, Instandsetzung des Tunnels „Petersberg“ und der „Kyllbrücke“ in Ehrang sowie diverse Materialerneuerungen. Diese Investitionen zeugten vom Willen der Bundesregierung und der Deutsche Bahn AG, die Zugstrecke Luxemburg-Trier-Koblenz langfristig aufrechtzuerhalten, so Minister Wiseler in seinem Antwortschreiben.