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Luxemburg: Polizei warnt vor falschen Spendensammlern
Lokales 2 Min. 06.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg: Polizei warnt vor falschen Spendensammlern

Ein Griff in die Brieftasche und man hat etwas für den guten Zweck getan - doch dabei gehen viele Betrügern auf den Leim.

Luxemburg: Polizei warnt vor falschen Spendensammlern

Ein Griff in die Brieftasche und man hat etwas für den guten Zweck getan - doch dabei gehen viele Betrügern auf den Leim.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 06.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg: Polizei warnt vor falschen Spendensammlern

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Seit Anfang des Jahres wurden der Polizei in Luxemburg bereits mehr als 30 Fälle gemeldet, in denen Betrüger vermeintlich Geld für den guten Zweck sammelten. Die Polizei warnt.

Mehr als 30 Fälle von falschen Spendensammlern wurden der Polizei im Großherzogtum seit Anfang des Jahres gemeldet, wie die Polizei am Freitagnachmittag mitteilt. In den meisten Fällen bitten die Betrüger Passanten in Fußgängerzonen, auf Parkplätzen, in Kaufhäusern oder an anderen öffentlichen Orten um Spenden. 

Oft wird dabei ein gefälschtes Spendenformular vorgezeigt oder die Betrüger täuschen vor, eine Behinderung zu haben. Gelegentlich sind es auch Kinder und Jugendliche, die die Passanten ansprechen. Die Täter nutzen in vielen Fällen Momente der Ablenkung, um dem angesprochenen Passanten die Brieftasche oder Schmuck zu entwenden. 

Ein Beispiel der Polizei von einem gefälschtem Dokument, mit dessen Hilfe vermeintlich um Spenden gebeten wird.
Ein Beispiel der Polizei von einem gefälschtem Dokument, mit dessen Hilfe vermeintlich um Spenden gebeten wird.
Foto: Polizei

Wer von einem mutmaßlichen Spendensammler um Geld gebeten wird und dabei skeptisch wird, sollte laut Polizei nie Geld aushändigen. Stattdessen kann man sich über die offizielle Webseite einer Hilfsorganisation über diese informieren und auf diesem Weg auch oft eine Überweisung in Auftrag geben. Ein Telefongespräch mit der Organisation kann außerdem Sicherheit bringen. 

Bei Verdachtsfällen an Polizei wenden

Bei verdächtigen Fällen sollen aufmerksame Bürger sich sofort mit der Polizei in Verbindung setzen – am Besten per Telefon, damit die Beamten so schnell wie möglich einschreiten können. 

Dabei ist es wichtig, dass die Anrufer das Aussehen der mutmaßlichen Betrüger beschreiben und Auskunft darüber geben können, wo sie auf diese getroffen sind. 

So gehen die echten Spendensammler vor

Die freiwilligen Helfer der zahlreichen Hilfswerke tragen laut Polizei meist Kleidung der Organisation, können belegen, dass sie im Namen dieser um Spenden bitten und führen ein Tablet mit sich, oder Dokumente mit dem richtigen Logo des Hilfswerkes. Außerdem sind sie im Besitz einer Erlaubnis zum Spenden sammeln. 

  • Caritas: Die Hilfsvereinigung organisiert nur einmal pro Jahr eine große Spendenaktion in Form einer Hauskollekte. Die freiwilligen Helfer der Caritas tragen eine Ermächtigung bei sich. In Fußgängerzonen oder Kaufhäusern werden von der Caritas grundsätzlich keine Spenden gesammelt.
  • Croix-rouge luxembourgeoise: Der traditionelle Spendenmonat findet auch in diesem Jahr wieder im April statt. Während dieser Zeit - und nur während dieser Zeit - gehen Freiwillige in den Dörfern von Tür zu Tür. Laut Polizei sammelt das Rote Kreuz während des Spendenmonats auch in Fußgängerzonen. Die freiwilligen Helfer sind an einer Anstecknadel und einem Ausweis zu erkennen. 
  • Handicap International: Diese Organisation sammelt kein Bargeld. Die Freiwilligen, die im Namen von Handicap International um Spenden bitten, tragen in der Regel einen Ausweis bei sich und ein T-Shirt der Organisation.  
  • Médecins sans frontières (MSF): Noch bis zum 30. April sind in Einkaufszentren, Krankenhäusern und in verschiedenen Gemeinden Vertreter von Médecins sans frontières (MSF) unterwegs. Man erkennt die Spendensammler an ihrer Kleidung und einem offiziellen Ausweis. Auch diese Vereinigung bittet um die Überweisung eines monatlichen Betrages und nicht um Bargeld.  
  • SOS Kannerduerf: Dieser Vereinigung ruft lediglich via E-Mail zu Spenden auf. 

    Mehr Informationen dazu finden sich auf der Webseite der Polizei.  

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