Luxemburg bereitet sich auf Rückkehr des Raubtiers vor

Der Wolf steht vor der Tür

Wie geht ein kleines, teilweise dicht besiedeltes Land mit einem Wildtier wie dem Wolf um?
Wie geht ein kleines, teilweise dicht besiedeltes Land mit einem Wildtier wie dem Wolf um?
Foto: Shutterstock

(dpa) - Auch Luxemburg bereitet sich immer intensiver auf die Rückkehr des Wolfs vor. „Wir sind uns bewusst, dass es jeden Moment passieren kann“, sagte der beigeordnete Direktor der Luxemburger Naturverwaltung, Laurent Schley, der Deutschen Presse-Agentur.

In fünf öffentlichen Konferenzen im Oktober soll die Bevölkerung in Luxemburg rund um das Thema Wolf informiert werden. Im angrenzenden Rheinland-Pfalz und in den französischen Vogesen ist der Wolf bereits nachgewiesen worden. Der letzte Wolf im Großherzogtum war 1893 geschossen worden.

Luxemburg erstelle derzeit auch einen Managementplan für die Rückkehr des Wolfs, sagte der Biologe. Darin werden Handlungsabläufe geregelt oder Ansprechpartner für Konfliktfälle genannt. Der Plan solle bis Mitte 2016 fertig sein. Im Fall der Fälle gebe es jetzt aber auch schon Regeln. „Die Prozeduren stehen bereits“, sagte Schley.

Der Wolf breite sich seit 25 Jahren in Europa wieder aus. In den Vogesen gebe es seit 2013 ein Rudel, das bereits Nachwuchs hatte, sagte Schley. Auch in der Nähe des Madine-Stausees in Lothringen sei ein Wolf seit Monaten aktiv. Der Wolf-Nachweis aus der Pfalz kam im September. Da Wölfe Hunderte Kilometer wandern könnten, sei klar: „In Europa gibt es keinen Ort, wo Wölfe nicht von heute auf morgen wieder auftauchen könnten.“ 

Hier erfahren Sie die Termine der vier öffentlichen Konferenzen mit anschließender Diskussion.