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Luc Feller: Zweiter Impfdurchlauf gestartet
Lokales 3 Min. 19.01.2021

Luc Feller: Zweiter Impfdurchlauf gestartet

Der Co-Präsident der Covid-19-Krisenzelle, Luc Feller, sprach am Dienstagmorgen über die Impfkampagne in Luxemburg.

Luc Feller: Zweiter Impfdurchlauf gestartet

Der Co-Präsident der Covid-19-Krisenzelle, Luc Feller, sprach am Dienstagmorgen über die Impfkampagne in Luxemburg.
Foto: Chris Karaba
Lokales 3 Min. 19.01.2021

Luc Feller: Zweiter Impfdurchlauf gestartet

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Rund 500 Menschen haben am Montag ihre zweite Impfdosis erhalten und sind somit immun gegen das Virus.

(SC) - Nachdem der Impfmarathon in Luxemburg am 28. Dezember angelaufen ist, sind nun die ersten Menschen komplett gegen das Virus immunisiert worden. Rund 500 Leute hätten am Montag ihre zweite Impfdosis erhalten, so der Hohe Kommissar der nationalen Sicherheit und Co-Präsident der Covid-19-Krisenzelle, Luc Feller, am Dienstagmorgen auf Radio 100,7. „In den Krankenhäusern ist weiter geimpft worden, sodass wir jetzt bei 4.600 Menschen sind, die geimpft wurden. Davon muss man die 500 Menschen abziehen, die am Montag ihre zweite Dosis erhielten“, so Feller am Morgen.

In Zukunft werde man die Einladungen für die zweite Dosis nach vier Wochen anstatt der von Pfizer-BioNTech empfohlenen drei Wochen verschicken. Das liege daran, dass der Impfstoff von Moderna eine zweite Dosis nach vier Wochen vorschreibt, und ein Impfschutz des Pfizer-Präparats auch nach diesen vier Wochen noch garantiert sei. Auch andere Länder seien inzwischen auf vier Wochen angestiegen - eine uniforme Herangehensweise vereinfache die logistischen Herausforderungen ungemein.

Die ersten Impfungen sind in Luxemburg am 28. Dezember verteilt worden.
Die ersten Impfungen sind in Luxemburg am 28. Dezember verteilt worden.
Foto: Chris Karaba

Die Einladungen sowohl für den ersten, als auch für den zweiten Impfdurchlauf werden ähnlich verschickt wie die Einladungen für das Large-Scale-Testing. Nach Eingang des Briefes habe man eine Woche Zeit, sich einen Termin zu nehmen, der bis zu zwei Wochen in der Zukunft liegen kann. Wenn man diese Fristen verstreichen lässt, könnte es allerdings gut sein, dass man eine Weile lang keine Einladung mehr erhält - immerhin müsse auch anderen Leuten sowohl der erste, als auch der zweite Impfdurchgang ermöglicht werden.

Um sicherzugehen, dass auch mit Lieferverzögerungen genügend Präparate zur Verfügung stehen, wird derzeit die Hälfe der verfügbaren Dosen für die zweite Injektion bei Seite gelegt. Vorläufige Pläne könnten schnell über den Haufen geworfen werden, kommentierte Feller: „Wir können es uns nicht erlauben, heute jemanden zu impfen und nicht garantieren zu können, dass er in vier Wochen seine zweite Impfung bekommt.“ Mit neuen Spritzen, die inzwischen von den Impfstoffproduzenten empfohlen werden, könne man außerdem inzwischen aus einer Ampulle sechs anstatt von fünf Dosen erhalten.


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Luxemburg habe von Pfizer-BioNTech eine Lieferzusage über 78.000 Impfdosen bis Ende März bekommen. Vom Produzenten Moderna seien inzwischen 1.200 Dosen angekommen. 1.200 weitere sollen in den nächsten Wochen folgen. Wenn die angekündigten Lieferungen eingehalten werden, könnte Luxemburg bis Ende März über insgesamt 86.400 Dosen von beiden Produzenten verfügen. Der Impfstoff von AstraZeneca könnte noch im Januar zugelassen werden - wann die ersten Dosen dieses Impfstoffes geliefert werden könnten, könne man zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht sagen. 


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In Alters- und Pflegeheimen, wo vor Ort geimpft wird, sei das Angebot bisher überaus gut angenommen worden. Weit über 80 Prozent der Eingeladenen hätten das Impfangebot hier angenommen, so Feller. Auch in den Krankenhäusern schreite die Impfkampagne voran. Von den über 1.900 Dosen, die geliefert wurden, seien nach einer Woche rund 1.800 Dosen verteilt worden. Darüber, wie hoch die Annahme in den Impfzentren sein werde, könne man jetzt noch keine Aussage treffen, da die ersten Einladungen erst kürzlich ausgegangen seien.

Sobald alle Impfzentren geöffnet sind, könnten pro Woche bis zu 30.000 Impfungen ausgegeben werden - dies hänge allerdings von der Personalreserve und dem Impfvorrat ab, sowie davon, wie viele Eingeladene das Angebot annehmen.

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