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LTPS Ettelbrück: Ende eines Provisoriums
Lokales 01.10.2020

LTPS Ettelbrück: Ende eines Provisoriums

Im neuen LTPS-Formationszentrum können bis zu 430 Schüler aufgenommen werden. Derzeit sind knapp 300 junge Leute eingeschrieben.

LTPS Ettelbrück: Ende eines Provisoriums

Im neuen LTPS-Formationszentrum können bis zu 430 Schüler aufgenommen werden. Derzeit sind knapp 300 junge Leute eingeschrieben.
Foto: Nico Muller
Lokales 01.10.2020

LTPS Ettelbrück: Ende eines Provisoriums

Nico MULLER
Nico MULLER
22 Jahre lang war die LTPS-Antenne Warken in Containern untergebracht. Nun fand die Schule in Ettelbrück ein neues Zuhause.

Die Entscheidung, eine Zweigstelle des Lycée technique pour professions de santé (LTPS) auf dem Standort der ehemaligen Clinique Saint-Louis in Ettelbrück zu errichten, fiel im Jahr 2009. In der Folge wurde der Zeitpunkt für den Beginn der Arbeiten gleich zweimal verschoben: von Sommer 2013 auf Herbst 2015 und dann auf Sommer 2016.

Nach drei Jahren Bauzeit wurde das Gebäude, das 29 Millionen Euro zu stehen kam, schließlich zur Rentrée 2019 in Betrieb genommen. Gestern erfolgte nun die offizielle Einweihung.

Symbolischer Akt der Inbetriebnahme durch Carlo Gudenburg, beigeordneter LTPS-Direktor,  François Bausch, Minister für öffentliche Bauten, Unterrichtsminister Claude Meisch und LTPS-Direktorin Maly Goedert (v.l.n.r.)
Symbolischer Akt der Inbetriebnahme durch Carlo Gudenburg, beigeordneter LTPS-Direktor, François Bausch, Minister für öffentliche Bauten, Unterrichtsminister Claude Meisch und LTPS-Direktorin Maly Goedert (v.l.n.r.)
Foto: Nico Muller

Mit der Inbetriebnahme der neuen Schule, die nach den Plänen von Fabeck Architectes aus Koerich gebaut wurde, endete auch ein 22 Jahre langes LTPS-Provisorium im benachbarten Warken, wo das Gesundheitspersonal in zuletzt aus allen Nähten platzenden Containern seit 1997 ausgebildet wurde. In ihren neuen Räumlichkeiten dürfte dieses sich denn nun auch endlich wie zu Hause angekommen fühlen.

Wegweisendes Projekt aus energetischer Sicht 

Das neue LTPS-Formationszentrum, direkt neben dem Centre hospitalier du Nord gelegen, umfasst rund 78 Ar bebaute Fläche. Wie LTPS-Direktorin Maly Goedert informierte, seien in einem Flügel auf vier Stockwerken insgesamt 18 normale Klassensäle und sechs hochtechnologisch bestückte Fachräume für simulationsbasiertes Lernen eingerichtet worden.

Besuch in einem Simulationsraum, wo die Schüler ihr Wissen in realistischen Pflegesituationen anwenden können.
Besuch in einem Simulationsraum, wo die Schüler ihr Wissen in realistischen Pflegesituationen anwenden können.
Foto: Nico Muller

Diese ermöglichten es den Schülern, ihr Wissen in realistischen Pflegesituationen anzuwenden, wodurch sie schneller eine größere Handlungskompetenz in der wirklichen Pflegesituation erreichten.

François Bausch, Minister für öffentliche Bauten (Déi Gréng), nannte die Schule ein wegweisendes Projekt aus energetischer Sicht sowohl für den öffentlichen als auch den privaten Sektor. Sie verfolge nämlich das Konzept der positiven Energie, was bedeute, dass darin mehr Energie produziert als verbraucht werde.


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Ermöglicht werde dies unter anderem durch eine sehr hohe thermische Isolierung. Andererseits befänden sich zwischen den Fenstern und auf dem Dach Solarkollektoren, die vor allem in den Sommermonaten so viel Sonnenenergie wie möglich aufnehmen sollen.

Gespeichert werde diese dann in einem Warmwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 90.000 Litern. Im Winter soll er die Wärme des in ihm befindlichen Warmwassers abgeben und das Gebäude auf diese Art heizen. Es sei das Herzstück des innovativen Energiekonzepts, so François Bausch.

Dieser Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 90.000 Litern ist das Herzstück des innovativen Energiekonzepts.
Dieser Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 90.000 Litern ist das Herzstück des innovativen Energiekonzepts.
Foto: Nico Muller

Auch Unterrichtsminister Claude Meisch (DP) war voll des Lobes über die neue Lehranstalt. Hier seien die Bedingungen optimal, um die Schüler zu kompetenten Krankenpflegern auszubilden. 

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