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Lotto spielen zahlt sich aus
Lokales 2 Min. 25.06.2018

Lotto spielen zahlt sich aus

Lotto spielen zahlt sich aus

Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 25.06.2018

Lotto spielen zahlt sich aus

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Nur der Wille zählt, sagt man, doch im Sozialwesen reicht die gute Absicht allein nicht aus, um anderen nachhaltig zu helfen. Oft mangelt es an Geld. Hier springt die Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte ein – mit dem Umsatz der Loterie Nationale.

„Es geht uns darum, Menschen, die gefährdet oder ausgegrenzt sind und nur mithilfe anderer wieder auf die Beine kommen, zu helfen. Deswegen unterstützen wir Organisationen, Vereinigungen und individuelle Projekte, die in diesem Sinne handeln“, so Pierre Bley, Präsident der öffentlichen Einrichtung Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte, anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichtes von 2017.


„Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte“: Im Dienst der Solidarität
2016 hat die „Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte“ 35,5 Millionen Euro in die unterschiedlichsten Projekte und Institutionen investiert. Doch wer oder was steckt eigentlich hinter dieser Vereinigung?

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 130 Projekte von der Oeuvre finanziert und teils auch koordiniert. Dazu zählt man 72 Eigeninitiativen und 58 Aides ponctuelles, was so viel bedeutet wie punktuelle Starthilfen. „Unsere eigenen Projekte haben mittlerweile die externen Initiativen übertroffen. Wir versuchen, den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden und analysieren deshalb beständig die Entwicklung der Gesellschaft. Bei Bedarf rufen wir dann zu neuen Projekten auf“, erklärt Pierre Bley.

Seit 2017 gibt es dafür ein Comité de suivi, das sowohl unterstützte als auch nicht-finanzierte Projekte mitverfolgt, um rauszufinden, ob Handlungsbedarf besteht. Momentan läuft unter anderem der „Appel à projets – Jeunes impACT“. Dieser fordert Jugendliche und Professionelle des Sozialbereiches dazu auf, Projekte zum gesellschaftlichen Zusammenhalt auszuarbeiten.

Vier Millionen Euro für soziale Projekte

Alles in allem agiert die Oeuvre landesweit auf vier Ebenen: im Sozialbereich, in Umweltfragen, auf kultureller Ebene und im Sportwesen. Die öffentliche Einrichtung, die ursprünglich als Ziel hatte, den Opfern des Zweiten Weltkriegs zu helfen, ist zudem Leiterin der Loterie Nationale, aus deren Umsatz das Geld zur Finanzierung der Projekte hervorgeht.

Von 20 Millionen Euro gingen 10,6 Mio. an den Fonds National de Solidarité und kommunale Sozialdienste, 5,2 Mio. an regelmäßig Begünstigte, sprich einzelne Vereinigungen, sowie 4,1 Mio. an konkrete Projekte.
Von 20 Millionen Euro gingen 10,6 Mio. an den Fonds National de Solidarité und kommunale Sozialdienste, 5,2 Mio. an regelmäßig Begünstigte, sprich einzelne Vereinigungen, sowie 4,1 Mio. an konkrete Projekte.
Quelle: Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte

Dem Bericht von 2017 ist zu entnehmen, dass die Loterie Nationale einen Jahresumsatz von 23, 7 Millionen Euro machte. Davon wurden rund 20 Millionen Euro in wohltätige Zwecke investiert. Das meiste Geld fließt seit jeher in den Fonds National de Solidarité (2017 waren es circa 7,1 Millionen Euro) und in die sozialen Dienste der Gemeinden (rund 3,5 Millionen Euro) – zusammen sind das die sogenannten Quotes-Parts.

Zudem erhielten die regelmäßig Begünstigten, wie unter anderem die Fondation Caritas, die Ligue Médico-Sociale und das luxemburgische Rote Kreuz, einen finanziellen Beitrag von insgesamt 5,25 Millionen Euro. Diese Organisationen investieren das Geld in eigene Dienste und Initiativen.


Glücksspiele - Rubbellose  - Loterie Nationale - Photo : Pierre Matgé
Loterie Nationale: Gutes Geschäft mit dem Glück
Die nationale Lotteriegesellschaft zieht eine positive Bilanz für das Jahr 2017. Beim Verkauf von Rubbellosen gab es einen Zuwachs von knapp vier Prozent und auch die Zahl der abgegebenen Wetten stieg weiter an.

Ebenfalls im Finanzierungsprogramm inbegriffen, sind die zuvor genannten 130 Projekte, die 2017 mit rund 4,1 Millionen Euro finanziert wurden. „Wir sind kein Sparkonto. Uns geht es nicht darum, das Geld der Lotterie in einen Tresor zu packen. Wir möchten mit dem Geld etwas Gutes tun und gehen dafür, wenn es sein muss, auch an unsere Reserven“, erklärt Carlo Thelen, Generalsekretär der Oeuvre. „Seit 2013 haben wir insgesamt 150 Millionen Euro in wohltätige Zwecke gesteckt“, fügt er hinzu.

Investieren in die Kultur

Auch Luxemburger Künstler wurden 2017 tatkräftig unterstützt: Rund 39 Prozent des gesamten Finanzierungsbetrages, der für den Fonds stART-up ausgelegt war, ging an die Akteure der visuellen Kunst, wie zum Beispiel Fotografen. „Der Fonds stART-up agiert auf kultureller Ebene.

Die Finanzierung vonseiten der Oeuvre belief sich 2017 auf insgesamt 363 689 Euro“, berichtet Danièle Wagner, Mitglied des Verwaltungsrates. „Diese sogenannten Start-ups sind meistens individuelle Künstler, denen wir helfen möchten, eine eigene Karriere aufzubauen, sei es in Luxemburg oder im Ausland.“




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