Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Leer stehende Geschäfte und eine Weltneuheit
Die Augmented-Reality-App wird überarbeitet und bald in mehreren Sprachen verfügbar sein.

Leer stehende Geschäfte und eine Weltneuheit

Foto: Gerry Huberty
Die Augmented-Reality-App wird überarbeitet und bald in mehreren Sprachen verfügbar sein.
Lokales 1 30.05.2018

Leer stehende Geschäfte und eine Weltneuheit

Neben den zahlreichen leer stehenden Geschäften in der Hauptstadt, thematisierte der Schöffenrat der Stadt Luxemburg am Mittwoch auch die Erweiterung der virtuellen Möglichkeiten im Tourismusbereich. So sind bald virtuelle Rundgänge durch Pfaffenthal möglich.

Nachdem die leer stehenden Geschäfte in der Innenstadt in den vergangenen Wochen in den Medien thematisiert wurden (siehe LW vom 19. Mai), griff nun auch der hauptstädtische Schöffenrat das Thema im City Breakfast auf.

„Wir sind uns der Situation durchaus bewusst“, betonte Schöffe Serge Wilmes (CSV), der gleichzeitig erklärte, dass man viele Maßnahmen ergreife, um die Stadt attraktiv und lebendig zu gestalten. Und: „Wir schauen nicht nur zu, aber wir können nicht alles in die Hand nehmen“, so Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP).

Neben der Vermietung der eigenen 35 Geschäfts- und Restaurantflächen, wollen die Gemeindeverantwortlichen die Eröffnung von Pop-Up-Stores unterstützen, die Besucher in den Fußgängerzonen zählen sowie ein Handelskataster aufstellen zu lassen. Dadurch erhalte man denn auch einen detaillierten Überblick über die gesamte Geschäftswelt. Dies zumal der Schöffenrat nicht über die Schließungen oder Neueröffnungen von Geschäften informiert wird. Zudem soll mehr Leben auf den Theaterplatz kommen. Während langfristig eine Art Markthalle dort angedacht wird, will die Stadt kurzfristig dafür sorgen, dass der Platz attraktiver wird.

Das Pfaffenthal durch die Brille erkunden

Im September 2017 stellte der Schöffenrat die Augmented-Reality-App der Stadt Luxemburg während eines City Breakfast vor; eine Applikation, die man auf sein Smartphone installieren und damit die Hauptstadt virtuell erkunden kann. Bis dato funktioniert die App allerdings nicht optimal. Laut Serge Wilmes handelte es sich dabei  bei dieser ersten Version jedoch lediglich um einen Prototypen; mit einer neuen Version würden die aktuellen Mängel nun behoben werden. Dabei werden die Nutzer nicht nur zwischen mehreren Sprachen wählen, sondern die App auch offline nutzen können.


Des Weiteren wird das Virtual-Reality-Pilotprojekt ausgebaut. Nachdem die Interessierten bis dato mithilfe einer Virtual-Reality-Brille lediglich einen Blick auf diverse Gebäude im Pfaffenthal im Jahre 1867 werfen konnten, soll nun das gesamte Viertel im 19. Jahrhundert zu sehen sein. Luxemburg wird damit weltweit die erste Stadt sein, in der ein solches Tourismusprojekt umgesetzt wird. Während einer Testphase werden, in Zusammenarbeit mit dem Luxembourg City Tourist Office, vom 1. Dezember bis zum Frühjahr 2019 zweistündige Touren angeboten.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema