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Laut Gesundheitsministerium: Zika-Virus: Erster Fall in Luxemburg
Lokales 2 Min. 06.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Laut Gesundheitsministerium: Zika-Virus: Erster Fall in Luxemburg

Das Zika-Virus wird von Stechmücken übertragen

Laut Gesundheitsministerium: Zika-Virus: Erster Fall in Luxemburg

Das Zika-Virus wird von Stechmücken übertragen
Foto: AFP / Luis Robayo
Lokales 2 Min. 06.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Laut Gesundheitsministerium: Zika-Virus: Erster Fall in Luxemburg

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Eine 65-jährige Frau aus Luxemburg hat sich bei einer Mexiko-Reise mit dem Zika-Virus infiziert. Das schreibt das Gesundheitsministerium am Montagmittag in einer Pressemitteilung.

(str) - Eine 65-jährige Frau aus Luxemburg hat sich bei einer Mexiko-Reise mit dem Zika-Virus infiziert. Das schreibt das Gesundheitsministerium am Montagmittag in einer Pressemitteilung.

Wie es heißt, war eine Einweisung in ein Krankenhaus nicht erforderlich. Der Frau gehe es gut. Die Zika-Diagnose sei vom "Service national des maladies infectieuses" bestätigt worden.

Das Gesundheitsministerium hebt in dem Schreiben zudem hervor, dass die "Aedes albupictus"-Stechmücke, die das Virus überträgt, in Luxemburg nicht vorkommt. Demnach gehe von der infizierten Person keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit aus. 

Grippeähnliche Symptome

Ohnehin zeige nur eine von fünf betroffenen Personen Symptome einer Infizierung auf, die zudem im Prinzip nur sehr gering seien: erhöhte Körpertemperatur, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Hautrötungen, gerötete Augen. Zusätzlich kann es auch zu Erbrechen, Kopfschmerzen und Schmerzen hinter den Augen kommen.

Es gibt weder eine Behandlung noch eine Impfung für diese Krankheit. Sie klingt nach mehreren Tagen spontan wieder ab.

Sollte jedoch eine schwangere Frau infiziert werden, ist das Virus sehr ernst zu nehmen, betont das Gesundheitsministerium. Denn dann kann es beim Embryo zu Missbildungen des zentralen Nervensystems kommen.

Empfehlungen

Es ist bereits vorgekommen, dass das Virus beim Sex übertragen wurde. Das sei aber sehr selten geschehen, so das Gesundheitsministerium.

Daher wird Männern empfohlen, nach einem Aufenthalt in einer vom Zika-Virus betroffenen Land, von jeglichen sexuellen Handlungen mit schwangeren Partnern abzusehen - oder beim Geschlechtsverkehr systematisch ein Kondom zu benutzen.

Frauen, die aus einer vom Zika-Virus betroffenen Region zurückkehren und eine Schwangerschaft planen, sollen mindestens zwei Monate abwarten. Schwangeren Frauen empfiehlt das Ministerium erst gar nicht in diese Gebiete zu reisen. 

Schwangere, die aus den betroffenen Regionen zurückkehren, sollen bei ihren Schwangerschaftsuntersuchungen auf ihre Reise aufmerksam machen, damit sie entsprechend untersucht und betreut werden können.

So schützen Sie sich vor Mückenstichen

Tragen Sie Mückenschutzmittel auf die Haut auf und beachten Sie die Anwendungshinweise. Bei Kindern unter drei Jahren wird vom Gebrauch von diethyltoluamidhaltigen Insektenabwehrmitteln abgeraten. Schwangere Frauen dürfen sie aber dennoch benutzen.

Tragen Sie helle Kleidung mit langärmeligen Oberteilen, lange Hosen und Schuhe anstatt von Sandalen - ganz besonders zu den Stunden, in denen die Aedes-Mücken aktiv sind, etwa während der Morgen- und Abenddämmerung.

Tragen Sie permethrinhaltige Insektenschutzmittel auf Ihre Kleidung auf. Dabei handelt es sich für den Menschen ungiftiges, aber für Stechmücken, Läuse und Flöhe sehr giftiges Mittel.

Schlafen Sie unter einem mit Mückenschutzmittel behandelten Moskitonetz. Versprühen Sie ein Insektentilgungsmittel in Ihrem Schlafraum und beachten Sie dabei die Benutzungshinweise.

Mehr Informationen zu Zika finden Sie auf dem Internetportal des Gesundheitsministeriums: www.sante.lu

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