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Laurent Mosar zu Gast bei der „anonym glécksspiller asbl“
Lokales 09.11.2012

Laurent Mosar zu Gast bei der „anonym glécksspiller asbl“

Die „anonym glécksspiller asbl“ wurde 2003 gegründet.

Laurent Mosar zu Gast bei der „anonym glécksspiller asbl“

Die „anonym glécksspiller asbl“ wurde 2003 gegründet.
Foto: Guy Wolff
Lokales 09.11.2012

Laurent Mosar zu Gast bei der „anonym glécksspiller asbl“

In mitteleuropäischen Ländern sind laut ausländischen Studien schätzungsweise bis zu einen Prozent der Bevölkerung glücksspielabhängig. Demnach könnten im Großherzogtum zwischen 4 500 und 5 000 Menschen – Kinder und Jugendliche ausgenommen – an Spielsucht leiden. Genaue Statistiken gibt es hierzulande jedoch nicht.

(asc) - In mitteleuropäischen Ländern sind laut ausländischen Studien schätzungsweise bis zu einen Prozent der Bevölkerung glücksspielabhängig. Demnach könnten im Großherzogtum zwischen 4 500 und 5 000 Menschen – Kinder und Jugendliche ausgenommen – an Spielsucht leiden. Genaue Statistiken gibt es hierzulande jedoch nicht.

Im Juni 2003 wurde auf Initiative von Romain Juncker die „anonym glécksspiller asbl“ gegründet. Am Freitagmorgen war der Präsident der Abgeordnetenkammer, Laurent Mosar, bei der Beratungsstelle für Glücksspiel-, PC- und Online-Abhängigkeit zu Gast, um sich im Gespräch mit den Verantwortlichen und Betroffenen über die Problematik und die verschiedenen Hilfestellungen, welche die Vereinigung anbietet, zu informieren.

Sucht schwer erkennbar

Die Fachstelle bietet Betroffenen und deren Angehörigen eine fundierte Beratung bei Problemen mit Glücksspielen und übermäßigem Computer- bzw. Internet-Konsum. Glücksspielsucht ist ein von der WHO anerkanntes Krankheitsbild, das mit dem medizinischen Fachbegriff „pathologisches Glücksspielen“ bezeichnet wird. Diese Sucht ist im Alltag nur schwer zu erkennen. Es ist demnach einfach für Betroffene, ihre Abhängigkeit und deren Folgen über eine längere Zeit vor ihrem Umfeld zu verheimlichen.

„In den meisten Fällen melden sich Betroffene oder deren Angehörige erst bei uns, wenn sie keinen anderen Ausweg mehr sehen“, so Präsident Romain Juncker, der sich im Gespräch mit Laurent Mosar eine „umfangreichere finanzielle Unterstützung seitens des Staates“ wünschte. Denn mit dem gegenwärtigen Etat könne man nur in einem bescheidenen Maße Hilfestellung anbieten. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Samstagausgabe des Luxemburger Wort