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Landjugendtag in Beckerich: Der „Wilde Westen“ ist gar nicht so wild…
Lokales 16 2 Min. 06.05.2016

Landjugendtag in Beckerich: Der „Wilde Westen“ ist gar nicht so wild…

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Herrliches Frühsommerwetter lockte am Donnerstag zahlreiche Gäste nach Beckerich, wo die Landjugend „Zenter“ unter dem Motto „Kommt mat an de ‚Wëlle Westen‘, do wëlle mir Iech testen!“ zum 42. Landjugendtag geladen hatte.

(Cy) - Herrliches Frühsommerwetter lockte am Donnerstag zahlreiche Gäste nach Beckerich, wo die Landjugend „Zenter“ unter dem Motto „Kommt mat an de ‚Wëlle Westen‘, do wëlle mir Iech testen!“ zum 42. Landjugendtag geladen hatte.

Nach dem Jugendgottesdienst, welcher mit Erzbischof Jean-Claude Hollerich gefeiert wurde, folgte anlässlich des offiziellen Empfangs seitens des Landjugend „Zenter“-Präsidenten Fränz Kass und der National-Präsidentin Nelly Meyers der Aufruf an die zahlreich erschienene Politprominenz, die Landjugend weiterhin auf vielfacher Ebene zu unterstützen. So beispielsweise auch bei der Organisation des beliebten „Mähdreschercrosses“, welcher regelmäßig zig-tausende Besucher anzieht.

Nach einem schmackhaften Mittagsmahl stand dann das traditionelle „Dekanatsspiel“ an, bei dem alljährlich die sieben Landjugenden gegeneinander antreten. Diesmal galt es, zuerst einen Basketball im Korb zu versenken, um ihn alsdann unter dem Korb mittels Eisenstangen aufzufangen und ihn vorsichtig über eine möglichst lange Strecke zu dem Feld mit den meisten Punkten zu manövrieren. Das Ganze natürlich gegen die Zeit. Am Ende siegte die Landjugend „Cliärref“, welche damit den Wanderpokal der Landjugenden für ein Jahr in Empfang nehmen durfte.

Sozusagen im fliegenden Wechsel erfolgte danach der Startschuss zur Fußrallye, an der neben den Landjugenden knapp 1 300 Gäste teilnahmen, unterteilt in 156 Teams von je mindestens vier Teilnehmern. Auf der knapp 7 Kilometer langen Strecke galt es nicht nur den zugereichten Fragebogen möglichst korrekt auszufüllen (wobei luxemburgisch- und Landjugend „Zenter“-spezifische Themen dominierten), sondern auch bei den fünf Spielen unterwegs seinen Mann bzw. seine Frau zu stehen. Exemplarisch für den Einfallsreichtum der Landjugend sei hier nur das „Kuhspiel“ erwähnt, bei dem die Teilnehmer einen Parcours durchlaufen mussten, welcher symbolisch den Weg der Nahrung durch den Verdauungstrakt eines Wiederkäuers darstellte. Am Anfang war das Maul. Soviel war klar. Und dann ab in Richtung Pansen. Oder doch vorher zum Netzmagen? Lieber nach links zum Lab-, oder doch eher nach rechts zum Blättermagen? Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass so ein Rindvieh vier Mägen hat. Viel Gaudi und Umherirren waren also angesagt, bis das finale Milchprodukt gewonnen werden konnte.

Delikater Balanceakt

Mindestens genauso beliebt unter den Teilnehmern war das „Wasserspiel“, bei dem es galt, Puzzlestücke auf einem Seil über einem Wasserbecken zu balancieren, um am gegenüberliegenden „Ufer“ damit vorgegebenen geometrische Formen abzubilden. Ein Balanceakt sehr zur Unterhaltung der zahlreichen Zaungäste. „Spiele ohne Grenzen“ hatte an diesem Tag seinen Meister gefunden.

Nach so viel sportlicher Aktivität folgte am Abend schließlich der gemütlichere Teil, als man zu Kaffee und Kuchen, Tanz und Musik den Tag ausklingen ließ.

Insgesamt war der 42. Landjugendtag ein voller Erfolg für die Organisatoren, wenngleich sie bedauerten, dass zahlreiche junge Kollegen nicht an dem Ereignis teilnehmen konnten. Denn das herrliche Wetter bedeutete zugleich viel Arbeit auf dem Felde, und „die Arbeit kommt bekanntlich vor dem Vergnügen“, so ihr Credo unisono.


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