Landeswahlen: Kaum Zeit für die Ideen

Ein Gespräch mit dem Politologen Philippe Poirier

Die Leute wollen nicht, dass man etwas ändert nur um des Änderns willen, sagt der Politologe der Uni Luxemburg.
Die Leute wollen nicht, dass man etwas ändert nur um des Änderns willen, sagt der Politologe der Uni Luxemburg.
Foto: Steve Eastwood

(BB) Diesmal war alles anders. Der politische Kontext und der Entschluss für vorgezogene Wahlen haben dem Wahlkampf eine besondere Note verliehen, umreißt der Politologe der Uni Luxemburg Philippe Poirier im Gespräch mit dem Wort.

Erst Mitte September ist die Wahlkampagne angelaufen, in den Sommerwochen war es noch recht still geblieben. Nach der Rentrée traten vor allem  Interessenvereine und die Sozialpartner mit ihren Forderungen an die Öffentlichkeit, und als die Politiker das Wort ergriffen, ging es vorrangig um Personen und eine mögliche Dreierkoalition, allerdings weniger um Inhalte, bemerkt Poirier.

In den letzten Tagen haben die Parteien nochmals Vollgas gegeben, um ihre Vorschläge zu den großen Themenfeldern wie die Arbeitslosigkeit, den Wohnungsbau und die Staatsfinanzen zu erläutern. Dennoch sind noch viele Wähler unentschieden. "Die Leute wollen klare Antworten, es geht ihnen nicht darum, dass jemand etwas ändern will nur um des Änderns willen", so der Politologe.

Ein ausführliches Interview auf Französisch über den Ablauf der Wahlkampagne und wie sich die Parteien schwer getan haben, politisches Kapital zu schlagen, lesen Sie am Freitag im Wort.