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Ladendiebinnen vor Gericht
Lokales 03.02.2020

Ladendiebinnen vor Gericht

Das Urteil ergeht am 24. Februar.

Ladendiebinnen vor Gericht

Das Urteil ergeht am 24. Februar.
Foto: Lex Kleren
Lokales 03.02.2020

Ladendiebinnen vor Gericht

Zwei Frauen werden beim Entwenden von diversen Gegenständen in einem Einkaufszentrum erwischt und müssen sich nun wegen Diebstahls vor Gericht verantworten.

(SH) - Auf Jeanshosen, Schuhe, Kosmetikartikel und Babynahrung hatten zwei Frauen es Anfang Januar dieses Jahres in einem Einkaufszentrum in Luxemburg-Kirchberg abgesehen. Anstatt die Ware jedoch in einen Einkaufswagen zu legen und an der Kasse zu bezahlen, versteckten die Frauen sie in einem Kinderwagen und begaben sich mit dem Buggy zum Ausgang für Kunden ohne Einkäufe.

Dass sie ihren Diebeszug allerdings vor den Augen von Sicherheitskameras getätigt hatten, bemerkten die Frauen nicht. Und so wurden sie am Ausgang erst von einem Sicherheitsbeamten und dann von der Polizei empfangen. Zudem mussten sie sich nun wegen Ladendiebstahls vor Gericht verantworten.

Die beiden Angeklagten waren sich zwar nicht einig, wer die treibende Kraft hinter dem Diebstahl war, allerdings gaben sie aber zu, diverse Gegenstände entwendet zu haben. Ihren Aussagen zufolge sei dies jedoch aus einer Not heraus erfolgt, da die Asylbewerberinnen aus Osteuropa beziehungsweise Südamerika, die sich erst in Luxemburg kennengelernt hatten, nicht über ausreichend Geld verfügten, um sich Dinge, die sie für den alltäglichen Gebrauch benötigten, zu besorgen.

Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft sah dies anders. Ihr zufolge hätten die beiden Frauen nämlich nicht nur Dinge für den alltäglichen Gebrauch gestohlen, sondern auch Luxusartikel – etwa Schminkutensilien.


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Der Tatbestand des Diebstahls sei somit erfüllt. Für eine der beiden Frauen gar in mehreren Fällen, denn sie wurde gleich drei weitere Male in verschiedenen Geschäften beim Klauen erwischt. Dass sie diese Taten unter dem Einfluss von Antidepressiva begangen hatte, wollte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft nicht als Ausrede gelten lassen. Ihr zufolge sei es auch kein psychiatrisches Gutachten, so wie es von der Verteidigung verlangt wurde, notwendig.

Die Anklägerin forderte eine Gefängnisstrafe von zwölf Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt werden könne, gegen die eine Frau, sowie eine Haftstrafe von sechs Monaten, ebenfalls auf Bewährung, gegen die andere Beschuldigte. Von Geldstrafen sah sie ab.

Die Richter geben ihr Urteil am 24. Februar bekannt.


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