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Kurznachricht statt Glückwunschkarte?: Prosit Netzkollaps
Lokales 2 Min. 31.12.2015

Kurznachricht statt Glückwunschkarte?: Prosit Netzkollaps

Neujahrswünsche per Mobiltelefon gehören mittlerweile zum guten Ton. In der Silvesternacht führt dies zu größeren Belastungen der Mobilfunknetze führen kann.

Kurznachricht statt Glückwunschkarte?: Prosit Netzkollaps

Neujahrswünsche per Mobiltelefon gehören mittlerweile zum guten Ton. In der Silvesternacht führt dies zu größeren Belastungen der Mobilfunknetze führen kann.
Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 31.12.2015

Kurznachricht statt Glückwunschkarte?: Prosit Netzkollaps

In der Silvesternacht wird wieder eine Flut von Neujahrsgrüßen die mobilen Telefonnetze bis an ihre Grenzen belasten. Smartphone-Apps stellen die Provider vor neue Herausforderungen. Dabei gibt es eine Reihe einfacher Möglichkeiten, um den Stau im Netz ganz zu vermeiden.

(mth) - Wer kennt das nicht: Kurz nach Mitternacht, die Sektkorken knallen, die ersten Küsschen sind verteilt und schon trudeln die ersten elektronischen Neujahrsgrüße aufs Smartphone oder Handy ein. Wer sich dann selbst ans emsige Versenden machen will oder gar direkt telefonisch seine Liebsten grüßen möchte, erlebt nicht selten eine nervige Panne.

Denn besonders in städtischen Ballungsgebieten werden die Mobilfunknetze durch den gewaltigen Ansturm von Anrufen, SMS-Kurzmitteilungen und Daten derart überlastet, dass so manche Nachricht nur mit Verspätung oder gar nicht ankommt.

Obschon moderne Mobilfunknetze durchaus mit hohen Belastungen zurechtkommen können, erreichen deren Kapazitäten ihre Grenzen, sobald sehr viele Benutzer auf engem Raum und zur selben Zeit das Netz benutzen wollen. Das liegt daran, dass solche Netze aus sogenannten Funkzellen aufgebaut sind, die jeweils nur eine begrenzte Zahl an Telefonaten oder ein bestimmtes Volumen an Daten bewältigen können.

Die Erfahrungen zeigen, dass allein in der Silvesternacht über vier Millionen SMS-Kurznachrichten in Luxemburg verschickt werden. Beim Postunternehmen wurden an Silvester 2014 rund 18 Terabyte an Daten durch das mobile Netz geschickt. Eine unvorstellbar große Datenmenge, die fast der gesamten Menge an Texten entspricht, die in der größten Bibliothek der Welt, der US-amerikanischen Library of Congress, gelagert sind.

Wer also an Neujahr kurz nach Mitternacht im belebten Stadtzentrum sein Mobiltelefon benutzt, der kann durchaus auf Probleme stoßen. Wer in einer stark belasteten Funkzelle telefonieren will, muss damit rechnen, dass Anrufe abbrechen oder gar nicht erst zugestellt werden können.

Bei SMS-Nachrichten, die zwar wenig Speicherplatz benötigen, aber über gesonderte Server laufen, kann es vorkommen, dass diese nicht sofort an den Empfänger weitergeleitet werden, sondern auf dem Server des Netzproviders in eine Warteschlange gelangen. Die SMS trifft dann unter Umständen erst Stunden nach dem Versand beim Empfänger ein, beim Verschicken ins Ausland kann es sogar vorkommen, dass die Kurznachricht unterwegs stecken bleibt und nie ankommt.

Aber auch beim Benutzen von Whatsapp, Facebook und Co. können bei hoher Auslastung der Netze Probleme auftreten. Die Verbindung zu den zentralen Servern, die von diesen Diensten genutzt werden, sind auf eine schnelle und stabile Verbindung angewiesen. Wenn das Netz verstopft ist, kann es also auch hier zu Verbindungsabbrüchen oder Verzögerungen kommen.

Den Datenstau vermeiden

Wer sich an ein paar einfach Ratschläge hält, der kann die beschriebenen Probleme in der Silvesternacht allerdings recht leicht umgehen:

  • Vermeiden Sie es, Ihr Mobiltelefon an Orten zu benutzen, an denen sich große Menschenmengen versammelt haben. Oft reicht es, sich um wenige hundert Meter zu entfernen, um eine andere, weniger belastete Netzzelle benutzen zu können.
  • Bevorzugen Sie SMS-Kurznachrichten einem Telefonanruf oder einer Messaging-App, da die Netzbelastung je nach Kommunikationsmethode stark ansteigen kann.
  • Warten Sie ein wenig länger, bevor Sie Ihre Botschaft verschicken. Oft lösen sich die Probleme nach dem ersten Ansturm von selbst.
  • Falls Sie Zugriff auf ein WLAN-Netz haben, benutzen Sie dieses anstelle Ihrer mobilen Verbindung. WLAN-Netze sind zumindest in Ballungszentren in sehr vielen Kneipen kostenlos verfügbar. Städte wie Luxemburg oder Esch/Alzette bieten zudem öffentliche WLAN-Netze, deren Nutzung allerdings eine Anmeldung voraussetzt. Unverschlüsselte WLAN-Netze sollte man vermeiden, da sie ein großes Sicherheitsrisiko bergen.

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