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Kulturhauptstadt: Tür bleibt für Käerjeng und Kayl offen
Lokales 22.04.2016

Kulturhauptstadt: Tür bleibt für Käerjeng und Kayl offen

Das Kandidaturdossier zur Kulturhauptstadt muss innerhalb der nächsten 30 Tage fertiggestellt sein.

Kulturhauptstadt: Tür bleibt für Käerjeng und Kayl offen

Das Kandidaturdossier zur Kulturhauptstadt muss innerhalb der nächsten 30 Tage fertiggestellt sein.
Foto: Claude Piscitelli
Lokales 22.04.2016

Kulturhauptstadt: Tür bleibt für Käerjeng und Kayl offen

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
2022 ist so weit weg und doch so nah. Während dem Organisationsteam die Zeit wegläuft, will man in Esch weder Käerjeng noch Kayl die Tür verschließen. Schließlich sind 2017 Gemeindewahlen.

(na) - Am Freitag steht die Thematik Kulturhauptstadt 2022 sowohl in den Gemeinderäten von Esch/Alzette wie von Düdelingen auf der Tagesordnung. Während davon auszugehen ist, dass in letztgenannter die „déclaration d'intention“ zur Unterstützung der Kandidatur gestimmt wird, sind in Esch weitere Details zur Organisation zu erwarten. In einem Monat, am 23. Mai, muss das Kandidaturdossier abgegeben sein.

Bisher ist bekannt, dass neun der elf ProSud-Gemeinden die Kandidatur unterstützen wollen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass im Endeffekt doch noch alle elf mitmachen. So hat Käerjeng ausdrücklich unterstrichen, die Tür nicht ganz schließen zu wollen, sondern erst einmal abzuwarten.

Wahlen 2017 abwarten

Kategorischer war da der Kayler Schöffenrat. Doch ist in Esch zu hören, dass die Welt nach den Gemeindewahlen 2017 eventuell wieder anders aussehen könne, u.a. da der aktuelle Kayler Bürgermeister John Lorent angekündigt hat, nicht mehr antreten zu wollen. Einem späteren Beitritt von Käerjeng und Kayl steht man jedenfalls offen gegenüber.

Eine weitere Frage, die derzeit viel diskutiert wird, ist die der Finanzierung. Hier wurde vom Organisationsteam in Aussicht gestellt, dass die Gemeinden bis zu 50 Euro pro Einwohner einbezahlen sollten. Dies gestaffelt bis 2021. 2022 sollen dann die Gemeinden das Doppelte zurückerhalten, um es in Events des Kulturjahres investieren zu können.

Keine Mehrkosten durch Ansage

Finanziert wird dies dank der Unterstützung der Regierung, die zugesagt hat, zwei Drittel des auf 62 Millionen Euro geschätzten Budgets zu übernehmen. Etwa 16 Millionen Euro müssen die Gemeinden aufbringen. Deren Anteil wachse aber nicht, wenn Kayl oder Käerjeng aussteigen. „Wenn eine Gemeinde nicht mitmacht, dann wird auch nichts auf ihrem Territorium programmiert, es wird also nicht teurer“, so Ralf Waltmans, Leiter des Escher Kulturdienstes.

Bleibt aber die Frage, wie viel die Stadt Esch bereit ist beizulegen. Neben den (vielen) Stunden der Beamten im Kulturdienst hatte die Stadt 50.000 Euro für 2016 budgetiert. Eine Summe, die laut LW-Informationen schon bald aufgebracht sein  dürfte. Aber vielleicht gibt es dazu mehr Informationen in der Gemeinderatssitzung am Freitag.

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