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Künstler ziehen in ehemaliges Krankenhaus ein
Lokales 6 2 Min. 13.02.2022 Aus unserem online-Archiv
In Esch/Alzette

Künstler ziehen in ehemaliges Krankenhaus ein

Das frühere Brüderhaus wird in einen Kunsttempel umgebaut.
In Esch/Alzette

Künstler ziehen in ehemaliges Krankenhaus ein

Das frühere Brüderhaus wird in einen Kunsttempel umgebaut.
Foto: Guy Jallay
Lokales 6 2 Min. 13.02.2022 Aus unserem online-Archiv
In Esch/Alzette

Künstler ziehen in ehemaliges Krankenhaus ein

Raymond SCHMIT
Raymond SCHMIT
Im sogenannte Büderhaus in Esch sollen Wohnungen für Artisten, Ateliers und Ausstellungsräume entstehen.

Einst wurden dort Kranke behandelt, jetzt wird das sogenannte Brüderhaus in der Rue Léon Metz in Esch/Alzette in einen Kunsttempel umgewandelt. Das zu neuem Leben erwachte Gebäude soll unter anderem Künstlern während des Europäischen Kulturjahrs 2022 in Esch und der Südregion, zu dem der Startschuss am 26. Februar fällt, zur Verfügung gestellt werden, wie anlässlich einer Besichtigung verlautete.

Das historisch wertvolle Gebäude entstand vor mehr als 140 Jahren. Gebaut wurde es 1878 von den Leitern der Metzer Schmelz als Krankenhaus für die Belegschaft. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts übernahmen zwei Geistliche die Leitung der Einrichtung, die zu jener Zeit 40 Betten zählte und für die damaligen Verhältnisse mit modernsten medizinischen Geräten ausgestattet war.

Mehrere Ausrichtungen

Als das Escher Krankenhaus 1930 gebaut wurde, verlor das Brüderhaus weitgehend an Bedeutung. Es erhielt eine neue Ausrichtung als Pflegeheim für Pensionäre und Invaliden des Stahlkonzerns Arbed. 1963 übergab die Arbed der Stadt Esch das Gebäude, die die Besitzverhältnisse ihrerseits auf den Staat übertrug. Die Verwaltung blieb bis 1981 in den Händen der Geistlichen. Dann übernahmen die Stiftungen Servior und Hëllef doheem die Einrichtung von 2003 bis 2010. Seither steht das Haus leer.

2018 wurde das Brüderhaus in das Denkmalschutzprogramm aufgenommen. Diesen Aufstieg hat es vor allem seinem architektonischen und historischen Wert zu verdanken. Um das Gebäude vor dem weiteren Verfall zu bewahren, wurde eine neue Bestimmung gesucht.


Die ehemaligen Industriegebäude Massenoire und Möllerei sind bereit für das Kulturjahr. Georges Mischo, Präsident der Trägergesellschaft Esch 2022, Nancy Braun, Generaldirektorin von Esch 2022, Françoise Poos, Direktorin des kulturellen Programms von Esch 2022 und Daniela Di Santo, Direktorin des Fonds Belval (v.l.n.r.), bei der Schlüsselübergabe.
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Nach dem Umbau des Gebäudekomplexes soll im Rahmen des Kulturjahrs die Kunst in das ehemalige Kranken- und Pflegeheim einziehen. Das Projekt, das vom Architektenbüro Beng ausgearbeitet wurde, sieht die Restaurierung des historischen Hauptgebäudes und des Anbaus sowie einen Neubau vor. Dieser entsteht hinter der historischen Bausubstanz. Beide Gebäude sind durch Fußgängerwege untereinander verbunden. Dazwischen befindet sich ein Hof, in dem ein geschützter Baum steht.

Wohnungen und Arbeitsräume

In dem restaurierten beziehungsweise neuen Gebäudekomplex werden Künstlerwohnungen, Ateliers und Ausstellungsmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich eingerichtet. Das Projekt begreift außerdem einen Mehrzwecksaal, eine Küche und einen Speisesaal. Sämtliche Arbeiten werden in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde durchgeführt.


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Im neuen Hof zwischen den Gebäuden entsteht eine Terrasse um den geschützten Baum. Der Außenbereich ist verbunden mit dem Park des in unmittelbarer Nähe gelegenen Altenheims. Laut den Vorstellungen der Planer soll so ein nahtloser Übergang zwischen den beiden Standorten gewährleistet sein.    

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