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Kritik an Schließung von CFL-Schaltern
Lokales 30.07.2019

Kritik an Schließung von CFL-Schaltern

Ab März 2020 erhalten die Mitarbeiter der CFL neue Aufgaben. Acht Verkaufsschalter werden schließen.

Kritik an Schließung von CFL-Schaltern

Ab März 2020 erhalten die Mitarbeiter der CFL neue Aufgaben. Acht Verkaufsschalter werden schließen.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 30.07.2019

Kritik an Schließung von CFL-Schaltern

Mit der Einführung des "Nulltarifs" im öffentlichen Transport verschwindet ein großer Teil der CFL-Fahrkartenschalter. Das gefällt nicht jedem.

(jt/NiM) - Mit der Einführung des kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs wird ab 2020 ein Großteil der Fahrkartenschalter in Luxemburg obsolet. Daran regt sich jetzt Kritik: Déi Lénk befürchten, dass weitere "Geisterbahnhöfe" im Großherzogtum entstehen könnten. 

Zwar begrüßt die Oppositionspartei den "Nulltarif" für Bus, Bahn und Tram als "Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge". Die Kehrseite der Medaille sei, dass acht von zehn Fahrkartenschaltern geschlossen werden sollen. Dies werde den Kundenservice "keineswegs verbessern". Der Hinweis der CFL, dass der Fahrkartenverkauf in Esch über den dortigen TICE-Schalter abgewickelt werden soll, beruhige nur bedingt, so Déi Lénk. Wer etwa im Norden wohne und keinen Zugang zum Internet habe, müsse künftig nach Luxemburg-Stadt oder nach Esch-Belval fahren, um einen internationalen Fahrschein zu kaufen, lautet die Kritik.

Ärger in Ettelbrück

In Ettelbrück ist der Schöffenrat über die geplante Schließung des dortigen CFL-Verkaufsschalters alles andere als erfreut. In einer Pressemitteilung am Dienstag drücken die Gemeindeverantwortlichen ihr Entsetzen über jene Entscheidung der nationalen Eisenbahngesellschaft aus. Man bedauere, dass man im Vorfeld dieser Entscheidung weder um eine Stellungnahme gebeten noch informiert worden sei. Ettelbrück sei der Hauptverkehrsknotenpunkt in der Nordregion und sein Bahnhof einer der bedeutendsten im Land. Auch vor dem Hintergrund, dass die Nordstad mit Ettelbrück zu einem der drei Hauptentwicklungspole im Land werden solle, könne man eine solche Entscheidung nicht nachvollziehen.

Neben Ettelbrück werden auch die Verkaufsstellen in Bettemburg, Petingen, Rodange, Mersch, Clerf, Ulflingen und Wasserbillig schließen. Das Verkaufspersonal der CFL soll ab März 2020 neue Aufgaben erhalten, ebenso wie die Ticketkontrolleure in den Zügen, hieß es am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) und dem CFL-Verantwortlichen Marc Hoffmann.


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