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Kripobeamte von Verhandlungen ausgeschlossen
Lokales 24.06.2019

Kripobeamte von Verhandlungen ausgeschlossen

Kripobeamte von Verhandlungen ausgeschlossen

Foto: Marc Wilwert / LW-Archiv
Lokales 24.06.2019

Kripobeamte von Verhandlungen ausgeschlossen

Die Personalvertretung der Kriminalpolizisten bemängelt am Montag, dass sie nicht in die um die Zeitsparkonten in der Polizei mit eingebunden wurde. Über die Belange der Kripobeamten sei schlicht hinweggegangen worden.

(str) - Die ausgehandelte Lösung im Umgang mit den Zeitsparkonten in der Polizei ist zufriedenstellend, schreibt die Association du personnel de la police judiciaire (APPJ) am Montag in einer Pressemitteilung.

Bedauernswert sei allerdings, dass die Personalvertretung der Kripobeamten durch die Polizeidirektion von den Verhandlungen ausgeschlossen worden sei – weil man nicht der Staatsbeamtengewerkschaft CGFP angehöre. Und weder die Polizeiführung noch die Polizeigewerkschaft habe sich für die Belange der Kriminalpolizisten eingesetzt.


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Die Regelung der Zeitsparkonten führe indes zu einer ganzen Reihe von Einschränkungen bei der Ermittlungsarbeit. Dem könne nur mit einer konsequenten und kurzfristigen Rekrutierung von ausreichend neuen Beamten mit entsprechender Qualifizierung entgegengewirkt werden, heißt es weiter.

Die APPJ fordert zudem erneut die Schaffung einer allgemeinen Personalvertretung in der Polizei, so wie im großherzoglichen Reglement vom 5. März 2004 vorgesehen. Diese solle die Belange des gesamten Personals unabhängig von der jeweiligen Karriereebene oder Abteilung vertreten, um so Gesamtlösungen für alle auszuarbeiten.


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