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Kriminalpolizist bleibt vorerst in U-Haft
Lokales 04.04.2014 Aus unserem online-Archiv

Kriminalpolizist bleibt vorerst in U-Haft

Der Kriminalpolizist hat ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Kriminalpolizist bleibt vorerst in U-Haft

Der Kriminalpolizist hat ein umfassendes Geständnis abgelegt.
Foto: Marc Wilwert
Lokales 04.04.2014 Aus unserem online-Archiv

Kriminalpolizist bleibt vorerst in U-Haft

Weil er fingierte Rechnungen für Übersetzerdienste ausgestellt hat, befindet sich seit vergangenem Samstag ein Kriminalkommissar in Untersuchungshaft. 20.000 Euro soll er erbeutet haben.

(str) - Weil er fingierte Rechnungen für Übersetzerdienste ausgestellt hat, befindet sich seit vergangenem Samstag ein Kriminalkommissar in Untersuchungshaft. Ein Antrag auf Außervollzugsetzung der Untersuchungshaft wurde am Donnerstag abgelehnt.

Konkret soll der Festgenommene, der in Polizei- und Justizkreisen als ausgezeichneter Kriminalermittler gilt, durch Urkundenfälschung insgesamt rund 20.000 Euro erbeutet haben.

LW-Informationen zufolge hat er gegenüber dem Untersuchungsrichter ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Zudem soll er sich durch Aussagen, die über den bisherigen Kenntnisstand der Ermittler hinausgingen, selbst belastet haben.

Wie es heißt, habe sich der Polizist über einen längeren Zeitraum immer weiter in eine Schuldenfalle hinein manövriert. Wie der Betrug schlussendlich aufflog, ist nicht bekannt.

Flucht-, Verdunklungs- und Wiederholungsgefahr gegeben

Sein Antrag auf eine Aussetzung der Untersuchungshaft wurde am Donnerstag abgelehnt. Bei einer kriminellen Tat, wie in diesem Fall die betrügerische Urkundenfälschung, wird Fluchtgefahr aus Prinzip als gegeben angesehen, diese aber nicht zwingend zurückbehalten. Verdunkelungsgefahr wurde ebenfalls als faktisch angesehen, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind. Die prekäre finanzielle Situation des Beamten galt zudem als Argument für eine mögliche Rückfälligkeit.

Der Polizist, der seit seiner Inhaftierung vom Dienst suspendiert ist, hat Berufung gegen die Entscheidung der Ratskammer eingelegt. Innerhalb von zehn Tagen muss sein Fall erneut verhandelt werden. Am 24. April erst soll er nochmals vom Untersuchungsrichter angehört werden.


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